Julius WINTER
geboren am 28. Mai 1875 in Glehn, Kreis Grevenbroich-Neuss
| Straße: | Lilienstr. 8 (39.05.bis 20.11.1939) |
| Todesdatum: | 17. Mai 1943 |
| Todesort: | Theresienstadt, Ghetto |
| Julius Winter wird am 28.05.1875 in Glehn, Kreis Grevenbroich-Neuss, geboren. Sein Beruf wird mit Manufakturwarenhändler angegeben. Er heiratet Klementine (Clementine) Lion (*5.11.1879 Willich/Krefeld). Sie haben zwei Kinder: Gertrud (*17.03.1909 Willich) und Hermann Richard (*8.05.1911). Die Familie wohnt zunächst in Willich (ca. 15 km nordöstlich von Mönchengladbach) – hier werden ihre Kinder geboren -, dann in Remscheid in der Barmer Str. 22. Am 30.05.1939 ziehen Julis Winter und seine Frau Klementine nach Aurich und wohnen in der Lilienstraße 8. Warum sie nach Aurich zogen, ist nicht bekannt. Sie verlassen Aurich nach wenigen Monaten am 20.11.1939 und ziehen nach Dortmund in die Leopoldstr. 31.Am 29. Juli 1942 werden Julius Winter und seine Frau Klementine von Kempen aus ab Dortmund in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Insgesamt werden mit diesem Transport (X/1,968) 970 Menschen, überwiegend ältere, nach Theresienstadt deportiert. Julius wird dort am 17. Mai 1943 kurz vor seinem 68. Geburtstag ermordet. Seine Frau Klementine wird am 15.05.1944 von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Vermutlich wird sie nach der Ankunft ermordet.Auch ihre Kinder, die offensichtlich das Elternhaus schon einige Jahre zuvor verlassen haben, werden Opfer der Shoa. Gertrud ist wohnhaft in Wuppertal und Remscheid. Sie wird am 27.10.1941 ab Düsseldorf in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Am 6.05.1942 deportiert man sie in das Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno, wo sie am 7.05.1942 im Alter von 33 Jahren ermordet wird.Ihr Bruder Hermann wohnt zunächst in Remscheid und wird nach der Reichpogromnacht im KZ Dachau interniert (7.12.1938 – 12.01.1939). Auch er wird wie seine Schwester am 27.10.1941 ab Düsseldorf in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Hier verliert sich seine Spur. Für die Familie wurden am 28.03.2006 vier Stolpersteine in Remscheid-Lüttringhausen, Barmer Str. 22 verlegt.
|
|
| Recherche: und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer (Stand 7.01.2023) |
|
| Foto: | |
| Opfergruppe: | Juden |
| Quellen: | Gedenkbuch Bundesarchiv
Zur Familie: https://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=juden_nw&ID=I14451&lang=de Deportation: https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420729.html
|
| Literatur: |
Bilstein, Jochen, Backhaus, Frieder, Geschichte der Remscheider Juden, 1992
Breidenbach Armin, Widerstand und Verfolgung in Remscheid 1933 - 1945, 1983
|
| Patenschaft: | |
| Verlegetermin: | Für Julius Winter wurde in Aurich kein Stolperstein verlegt, da er nur wenige Monate in Aurich wohnte. |




