Veröffentlicht: 26. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Hermann HARTOG
geboren am 22. Februar 1887 in Aurich

Straße: Wallstraße 16
Todesdatum: Unbekannt, Deportation ab Drancy (F) am 4. September 1942
Todesort: Auschwitz
Für Hermann Hartog wurde in Aurich  kein Stolperstein verlegt, da er bereits vor 1933 die Stadt verließ. Er lebte 1939 für zwei Monate in Aurich. Dies war aber kein „freiwillig gewählter“ Wohnsitz.

Für seine Geschwister Riwka „Berta“, Sara und Kossmann „Oskar“ Hartog wurden Stolpersteine in der Wallstraße 16 verlegt.

Hermann Hartog wurde als siebentes und jüngstes Kind seiner Eltern Philip Hartog jun. und Rachel Hoffmann am 22. Februar 1887 in Aurich geboren.
Seine Geschwister waren:
a) Riwka (auch genannt Bertha), geboren Aurich 02.08.1872
b) Sara, geboren Aurich 05.02.1875
c) Kossmann (auch Oskar genannt), geb. Aurich 06.06.1877
d) Jettchen, geboren Aurich 1879, nur 13 Jahre alt geworden)
e) Henni (Henny), geb. Aurich 27.06.1882
f) Gelli, geboren Aurich 1884, nur 18 Jahre alt geworden

Seine Mutter verstarb 1890, sein Vater 1898. Hermann war also mit 11 Jahren bereits Vollwaise.

Hermann Hartog wird Lehrer. Er zieht nach Jever und heiratet dort Henny Scheuer (* 21.07.1997 in Frankfurt/Main. In Jever sind ihre Namen auf einem Gedenkstein vermerkt.
Hermann wird nach der Reichspogromnacht am 9.11.1938 bis zum 12.12.1938 in Sachsenhausen interniert.
In Wilhelmshaven wohnen sie in der Bismarckstr. 107 (Angaben der Tochter, s.u.).
Ihre Tochter Inge (* Dez. 1926) konnte nach England (Kindertransport?) entkommen.

Am 9.08.1939 ziehen Hermann und Henny Hartog aus Wilhelmshaven (Tonndeichstr. 4) nach Aurich in die Wallstr. 39 zu Hermanns Geschwistern Riwka, Sara und Kossmann „Oskar“.
Schon am 13.10.1939 ziehen sie weiter nach Brüssel und weiter nach Frankreich (Rue de Virgon, Assette, Basses Pyrenee, France – Angaben der Tochter, s.u.), wohl in der Hoffnung, dem Naziterror entkommen zu können.

Hermann und Henny Hartog werden am 4.09.1942 vom Sammellager Drancy (südlich Paris) nach Auschwitz deportiert.
Dort werden sie umgebracht. Ein genaues Todesdatum ist nicht bekannt.

Recherche und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 27.01.2018)
Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen: https://www.groeschlerhaus.eu/erinnerungsorte/gerichtsgefaengnis-jever/
– http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?itemId=1947567&language=de Angaben der Tochter: Inge Sinden, 52, Woodsland Road, Hassocks, W. Sussex, BN6 8EU (Blatt unterschrieben am 24.1.1993)
Literatur:
Patenschaft:
Verlegetermin:

 

 

 

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