Louis WATERMANN
geboren am 1. November 1891 in Marienhafe
| Straße: | Wallstr. 4 |
| Todesdatum: | 22. Januar 1942 |
| Todesort: | Lodz |
| Louis Watermann wurde am 1. November 1891 in Marienhafe geboren. Seine Eltern, der Kaufmann Simon Meyer Watermann (26.12.1855) und Helene Watermann geb. de Loewe (5.02.1866) bekamen drei Kinder.
Der ältere Bruder Sally wurde am 7.05.1888 geboren. Der jüngere Bruder August wurde am 25.04.1890 geboren. Er ging nach Hamburg und wurde ein angesehener Psychiater. Die Familie lebte in Marienhafe, wo sie ein Geschäft betrieben. Louis Mutter kam aus einer Kaufmannsfamilie, die ein Modewarengeschäfts in Norden hatten. Seine Mutter stirbt am 9.11.1925 im Alter von 69 Jahren, sein Vater 14.11.1933 im Alter von 77 Jahren.
Louis diente im 1. Weltkrieg und war Mitte 20, als er als Kriegsinvalide zurückkehrt. Er blieb unverheiratet und hatte keine Kinder. Er muss schwerst behindert gewesen sein, denn er bekam einen gesetzlichen Vormund, den Kaufmann Harry Knurr, dessen Ehefrau Louis Schwägerin war. Anfang 1940 erhalten alle Juden die Aufforderung, Ostfriesland zu verlassen – aus „sicherheitspolizeilichen Gründen“ sollte die Region „judenfrei“ werden. Louis Watermann zieht am 5. März 1940 zusammen mit der Familie seines Vermieters Moritz Moses Wolff und dessen Frau Lilly nach Essen, zuerst in die Schützenstr. 24, dann am 7.03. in die Laut Meldekartei wohnte Louis seit 15.12.1934 in der Wallstr. 4 bei Moritz Moses Wolff. Am 27.10.1941 wird er mit 1.003 anderen Juden in das Ghetto Lodz deportiert (s. u. „Transportliste“, 2. Zeile). Dort stirbt er drei Monate nach seiner Ankunft am 22. Januar1942 im Alter von 51 Jahren. Sein Bruder August Watermann floh bereits 1933 vor dem Naziregime aus Hamburg in die Niederlande, wo er sich als Psychiater/Psychoanalytiker niederließ (s. u. Artikel „Hamburgs erste Psychoanalytiker“) und die Niederländerin Deena Vecht heiratete. Nach einigen Wirren wurde er Mitglied der Niederländischen Vereinigung für Psychoanalyse. Unter der deutschen Besatzung, ab Mai 1940, konnte er fast zwei Jahren nicht mehr weiterarbeiten. Er wurde mit seiner Frau und seinem 7-jährigen Sohn John Jack über Westerbork nach Auschwitz deportiert und am 06. Oktober 1944 ermordet. Sally Watermann stellt einen Widergutmachungsantrag. Er erhält nach einem langjährigen Verfahren (1948–1953) im Rahmen eines Vergleichs 5.000 Mark. Beschreibung der Deportation mit dem auch Louis Watermann von Düsseldorf in Ghetto Lodz deportiert wird: Am 27.10.1941 um 7:50 Uhr verlässt ein Sonderzug mit 1.003 Niederrheiner darunter Männer, Frauen und Kinder den Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf mit Ziel Lodz. Der Zug erreicht Lodz am 28.10.1941. Geschichte des Transportes Vermögenseinziehung Ankunft in Lodz |
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| Recherche: Christiane Meissner Eingabe: Hans Jürgen Westermayer (Stand 23.10.2017) |
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| Opfergruppe: | Juden |
| Quellen: | Staatsarchiv Aurich, Geburtsbücher Staatsarchiv Aurich, Rep. 107, acc.2009/075 Nr. 1500 http://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-20a.jpg http://www.tenhumbergreinhard.de/05aaff9c310b0fe15/05aaff9c360ff9610/index.html http://www.Joodsemonument.nl http://www.alemannia-judaica.de/norden_synagoge.htm http://www.geni.com http://www.myheritage.com |
| Literatur: | |
| Patenschaft: | Aktion 9.11.2014 |
| Verlegetermin: | 23. Oktober 2017 |




