Am 16. November 2019 wurden 19 Stolpersteine in der Auricher Innenstadt verlegt. Damit sind in Aurich nun insgesamt 358 Gedenksteine verlegt. Die Verlegung nahm auch diesmal der Künstler und Initiator des Projektes, Gunter Demnig, persönlich vor. Er wurde wieder von Schülern der Berufsfachschulklasse Bautechnik der BBS II Aurich mit ihren Lehrern Hermannus Cornelius und Friedhelm Veith unterstützt.
Wie bei der letzten Verlegung wurden Familien berücksichtigt, die rechtzeitig aus Aurich fliehen konnten. Auch wenn sie überlebt haben, sind sie Opfer des Naziterrors, denn sie mussten gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen.
Auch bei dieser Verlegung konnten wir uns über die Anwesenheit von Verwandten der Opfer freuen. Levy „Tito“ Wolff war aus Buenos Aires angereist. Er hatte bereits die erste Stolpersteinverlegung in Aurich im Jahr 2011 begleitet – ebenso wie viele weiteren Verlegungen.
Trotz des schlechten Wetters nahmen wieder zahlreiche Auricher Bürgerinnen und Bürger an der Verlegung teil, darunter auch die Paten der Steine. Wolfgang Neiweiser, Leiter der GS Finkenburgschule, begleitete wieder die Verlegung mit jiddischen Liedern.
Neben den Mitgliedern der Recherchegruppe hatten auch Jugendliche der Matthäusgemeinde Wallinghausen mit ihrer Pastorin Silke Kampen Rechercheaufgaben übernommen und trugen ihre Ergebnisse vor. Sie hatten das Geld für die Übernahme der Patenschaft für den Stolperstein von Jakob Seckels u.a. durch das Backen von Kuchen und deren Verkauf in der Kirchengemeinde gesammelt.
Einzelheiten zu den Biografien der Opfer und ihrer Familienangehörigen finden sich auf dieser Homepage unter Biografien. Verlegt wurden die 19 Stolpersteine vor folgenden Häusern:
- Familie Josef Seckels (3 Steine, Osterstr. 30)
- Johanna Wolffs verh. Loeb (Wallstr. 14)
- Familie Wolff (3 Steine, Marktstr. 2)
- Familie Moritz Engländer (3 Steine, Norderstr. 22)
- Familie Wolff (7 Steine, Norderstr. 18)
- Familie Max Moses (2 Steine, Kirchstr. 13)

Pate: Irmtraut Hausmann
Jakob Seckels – Osterstraße 30
Pate: Jugendgruppe der Mattäusgemeinde Wallinghausen
Gitta Seckels – Osterstraße 30
Pate: Bernhard Siebelds





Pate: Hartwig Kuiper


Pate: Günter Schulze
Fanni Wolff verh. Weitzner – Marktstraße 2
Paten: Irene und Adrian Mills
SelmaWolff verh. Tendi – Marktstraße 2
Pate: Eckhaus Verlag Weimar/Katja Völkel


Pate: DIG Ostfriesland
Hanni „Henny“ Engländer – Norderstraße 22
Paten: Brigitte und Joachim Weber
Siegfried Engländer – Norderstraße 22
Pate: DIG-Ostfriesland



Paten: Christel und Dirk Berends
Ruth Wolff verh. Wolff de Espinoza – Norderstraße 18
Paten: Elfriede und Günther Lübbers
Siegfried David Wolff – Norderstraße 18
Pate: Fa. Gerhard Liebert, Inh. Jürgen Liebert
Bettina Wolff geb. Ronsheim – Norderstraße 18
Pate: Bernd Clemenz Weber
Rosa Wolff – Norderstraße 18
Paten: Bernd Clemenz Weber



Pate: Bürgermeister Horst Feddermann
Hilda Wolff geb. Engländer
Pate: Dr. Werner Knurr
Hans-Jürgen Westermayer (berichtet über Julius und Hilda Wolff) zwischen Klaus Balke (l.) und Peter Kardelke

Paten: Susanne und Werner Kranz
Berta Moses geb. Heilbrunn – Kirchstraße 13
Paten: Susanne und Werner Kranz



Hier befand sich früher die jüdische Volksschule, später residierte hier die Ärztekammer, jetzt befinden sich hier u.a. Arztpraxen.





