Veröffentlicht: 10. Dezember 2018 von westermayer in Verlegung
Aus Anlass des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurden auch in diesem Jahr die Auricher Stolpersteine geputzt. Seit der Verlegung von weiteren 26 Steinen am 19. September 2018 liegen davon insgesamt 339 Stück. Vor nun schon 67 Häusern überwiegend in der Auricher Innenstadt wurden gleichzeitig insgesamt 176 weiße Rosen niedergelegt. An der Aktion beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6, 7, 8 und 11 des Gymnasiums Ulricianum Aurich mit ihren Lehrerkräften Dr. Sandra Weferling, Sarah Kirsch und Christian Steininger. Erstmals war die Realschule Aurich durch eine 8. Klasse und die Lehrerin Traute Hartmann beteiligt.
Das Putzen war nicht immer leicht und erforderte insbesondere von den jüngeren Jahrgängen erhebliche Kraftanstrengungen, aber als die zum Teil stark patinierten Messingplatten wieder zum Glänzen gebracht waren, stand vielen der Stolz ins Gesicht geschrieben. Es wurde aber auch manchmal deutlich, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die vor 80 Jahren von den Nazis begangenen Gräueltaten wachzuhalten. Es gingen schon viele Passanten vorüber, die nicht nur sich sondern auch die Putzenden fragten, warum denn gerade an diesem Tag einer so merkwürdigen Beschäftigung nachgegangen wurde.
Schülerinnen der Klasse 11F vor dem Haus Norderstr. 2Kurs Geschichte Jg.12 vor dem Haus Marktstr. 13Klasse 6e mit Sarah Kirsch vor den Häusern Wallstr. 12 + 14Kurs dritte Fremdsprache Französisch Jg. 11 sowie weitere Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 und 8 vor dem Haus Lilienstr. 12Putzaktion vor dem Haus Osterstr. 13
Vor rund 130 geladenen Gästen wurde am 19. September 2018 im großen Saal im „Hotel Am Schloss“ das Buch „Stolperstein-Geschichten Aurich – Spurensuche gegen das Vergessen“ erstmals vorgestellt und im Verlaufe des Abends von Brigitte Weber und Günther Lübbers u.a. an Sponsoren und Unterstützer des Buchprojektes sowie Vertreter von Schulen und Kirchengemeinden überreicht. Insgesamt 46 Gönner hatten 50 Buchsätze mit je 30 Bücher finanziert und es damit ermöglicht, diese kostenlos an Schulen, Bildungsinstitutionen und Kirchengemeinden überwiegend aus dem Bereich des Landkreises Aurich bzw. der Stadt Aurich für den Unterricht zu verschenken.
Ansprachen hielten der Auricher Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst …… der Herausgeber Ulrich Völkel (Eckhaus Verlag Weimar) …… der Autor des Buches Bernd-Volker Brahms …… Jörg Peter für den Arbeitskreis Stolpersteine …… und José Martin, Herinneringscentrum Kamp Westerbork NL.Elfriede Lübbers überreicht einen Blumenstrauß an Brigitte Weber als Dank für ihre Arbeit in der AG Stolpersteine Aurich.Autor Bernd-Volker Brahms und Verlagsleiterin Katja Völckl im Gespräch vertieftElfriede und Günther Lübbers mit Andrea, Tamara und Roberto LichtensteinTito und Clara Wolff mit Elfriede LübbersFür die musikalische Umrahmung sorgten Wolfgang Neiweiser und die Bläserklasse 7a des Gymnasiums Ulricianum Aurich mit ihrer Lehrerin Wioletta Miskiewicz.Und zum Schluss noch einmal der Dank an die Sponsoren, die dieses Buchprojekt mit ihren Spenden möglich machten!
Veröffentlicht: 2. Oktober 2018 von westermayer in Verlegung
Am 19. September 2018 wurden 26 Stolpersteine in der Auricher Innenstadt verlegt. Damit sind in Aurich nun insgesamt 339 Gedenksteine verlegt. Die Verlegung nahm auch diesmal der Künstler und Initiator des Projektes, Gunter Demnig, persönlich wahr. Er wurde wieder von Schülern der Berufsfachschulklasse Bautechnik der BBS II Aurich mit ihren Lehrern Hermannus Cornelius und Friedhelm Veith unterstützt.
Wie bei der letzten Verlegung wurden auch Familien berücksichtigt, die rechtzeitig aus Aurich fliehen konnten. Auch wenn sie überlebt haben, sind sie Opfer des Naziterrors, denn sie mussten gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen.
Auch dieser Verlegung konnten wir uns über die Anwesenheit von Verwandten der Opfer freuen. Clara und Levy „Tito“ Wolff waren aus Buenos Aires für die Verlegung von Steinen für acht Familienmitglieder angereist. Tito Wolff hatte bereits die erste Stolpersteinverlegung in Aurich begleitet – ebenso wie viele weiteren Verlegungen. Aus der Schweiz kamen Roberto Lichtenstein, für dessen Mutter und Großeltern Steine verlegt wurden, aus Buenos Aires waren seine Frau Andrea Burdman-Lichtenstein und die Tochter Tamara angereist. Die Angehörigen der Opfer lobten die Stolpersteinaktion. „Trotz eventueller Kritik finden wir dieses Projekt einfach fantastisch und sind stolz auf die Menschen, die dies machen“ äußerte Tito Wolff gegenüber den ON (s. Presseberichte weiter unten).
Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wieder zahlreiche Auricher Bürgerinnen und Bürger an der Verlegung teil, darunter auch die Paten der Steine. Wolfgang Neiweiser, Leiter der GS Finkenburgschule, begleitete wieder die Verlegung mit jiddischen Liedern und Sebastian Berger, Lehrer am Gymnasium Ulricianum, sorgte erneut mit der Lautsprecheranlage des Ulricianums für gute Hörbarkeit der Vorträge.
Neben den Mitgliedern der Recherchegruppe hatten auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ulricianum Aurich Rechercheaufgaben übernommen und trugen ihre Ergebnisse vor.
Einzelheiten zu den Biografien der Opfer und ihrer Familienangehörigen finden sich auf dieser Homepage unter „Biografien“. Verlegt wurden die 26 Stolpersteine vor folgenden Häusern:
Lüchtenburger Weg 8 – 3 Steine für die Familie Fritz Kugelmann
Wallstr. 54 – 4 Steine für die Familie Siegfried Wolff
Wallstr. 54 – 4 Steine für die Familie Levy Benjamin Wallheimer
Norderstr. 29 – 4 Steine für die Familie Julius Wolff
Lilienstr. 12 – 2 Steine: Erna Wolff verh. Altberger und Hermann Altberger
Marktplatz 15 – 3 Steine für die Familie Josef Hess
Marktstr. 5 – 5 Steine für die Familie Abrahm Wolff
Marktstr. 16 – 1 Stein für Josef Cohen
Clara und Tito Wolff sind für vier Tage aus Buenos Aires nach Aurich angereist, um an der Verlegung der Gedenksteine für ihre Familienangehörigen teilzunehmen.Schüler der Berufsfachschulklasse Bautechnik der BBS II Aurich mit ihrem Lehrer Harmannus Cornelius warten gespannt auf den Verlegungsbeginn.
Lüchtenburger Weg 8
Fritz Kugelmann – Lüchtenburger Weg 8 Pate: Bernhard Siebelds Herta Kugelmann geb. Wolff – Lüchtenburger Weg 8 Pate: Abiturjahrgang 1963 Gymnasium Ulricianum Auich Ruth Kugelmann – Lüchtenburger Weg 8 Paten: Inka und Werner KugelmannIrmtraut Schulze-Rodenberg trägt am Lüchtenburger Weg 8 die von ihr recherchierten Biografien der Familie Kugelmann vor und zeigt ein Foto von Fritz und Herta Kugelmann.
Wallstraße 54
Siegfried Wolff – Wallstraße 54 Pate: Stadtwerke Aurich Eva Wolff geb. Wallheimer – Wallstraße 54 Pate: Stadtwerke Aurich Wilhelm „Willi“ Wolff – Wallstraße 54 Paten: Elfriede und Günther Lübbers Levy „Tito“ Wolff – Wallstraße 54 Pate: Wolfgang Ontijd
Levy Benjamin Wallheimer – Wallstraße 54 Pate: Roberto Lichtenstein Henriette Wallheimer geb. Hess – Wallstraße 54 Pate: Roberto Lichtenstein Benjamin „Bernie“ Wallheimer – Wallstraße 54 Pate: Roberto Lichtenstein Joseph Wallheimer – Wallstraße 54 Pate: Roberto LichtensteinHinrich Schmidt – unterstützt von Brigitte Weber – berichtet vom Leben der Familie von Tito Wolff – von seinen Eltern und seinem Bruder.
Norderstraße 29
Julius Wolff – Norderstraße 29 Paten: Christel und Dirk Berends Henriette Wolff geb. Katz – Norderstraße 29 Pate: Torsten Grabenpeter – Fa. Farben Fangmann Dina Wolff verh. Selka – Norderstraße 29 Paten: Heinrich und Ulla Winkelmann Heinz „Schlomo“ Wolff – Norderstraße 29 Paten: Ursula und Wolfgang FreitagWolfgang Neiweiser in Aktion, Brigitte Weber hält für ihn das Mikro.Wolfgang Freitag hat die Biografien der Familie Julius Wolff recherchiert und trägt seine Ergebnisse vor.Das hochgehaltene Foto zeigt Dina Selka und ihren Mann Zwi während der Begegnungswoche 1992 in Aurich.Das Foto aus den 1950er Jahren zeigt die Häuser Norderstraße 25, 27 und 29.
Lilienstraße 12
Hermann Altberger – Lilienstraße 12 Pate: Kirchengemeinde Victorbur Erna Altberger geb. Wolff – Lilienstraße 12 Pate: Kirchengemeinde VictorburDie Jugendlichen der Kirchengemeinde Victorbur zeigen ein Foto, das 1992 bei der Begegnungswoche in Aurich von Erna und ihrer Tochter Regina Altberger de Gimenez gemacht wurde.
Marktplatz 15
Josef Hess – Marktplatz 15 Pate: Sparkasse Aurich-Norden Rosel Hess geb. Rothschild – Marktplatz 15 Pate: Sparkasse Aurich-Norden Else-Inge Hess verh. Hess de Lichtenstein – Marktplatz 15 Pate: Sparkasse Aurich-NordenSchülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ulricianum Aurich tragen ihre Rechercheergebnisse zur Familie Josef Hess vor. Roberto Lichtenstein berichtet von der Geschichte seiner Familie.Ein Foto von Else-Inge Hess – etwa zum Zeitpunkt der Flucht mit ihren Eltern nach Argentinien 1939.Die Schüler mit ihrer Lehrerin, Dr. Sandra Weferling, und Roberto Lichtenstein (Sohn von Else-Inge Hess de Lichtenstein) mit seiner Frau Andrea Burdman-Lichtenstein und Tochter Tamara.Roberto Lichtenstein mit seiner Frau Andrea Burdman-Lichtenstein und Tochter Tamara Carlo Grün (Vorstandsvorsitzender der SK Aurich-Norden) im Gespräch mit Tito Wolff und dem früheren Auricher Bürgermeister Wolfgang Ontijd (v. l.)
Marktstraße 5
Abraham Wolff – Marktstraße 5 Pate: Dr. Werner Knurr Mathilde Wolff geb. Katz – Marktstraße 5 Pate: Dr. Werner Knurr Isaak „Bubi“ Wolff – Marktstraße 5 Patin: Christiane Meissner Manfred Wolff – Marktstraße 5 Pate: Die Grünen Ruth Wolff – Marktstraße 5 Pate: Die GrünenChristiane Meissner trägt – unterstützt von Gunther Siebels-Michel – die von ihr recherchierten Biografien der Familie Abraham Wolff vor.Elfriede Lübbers zeigt ein Foto von Bubi Wolff und seiner Frau Hilde von der Begegnungswoche 1992 in Aurich, aufgenommen am Strand von Bensersiel.
Marktstraße 16
Josef Cohen – Marktstraße 16 Pate: Wilhelm BorchersDr. Sandra Weferling – unterstützt von Ulrich Kötting – trägt die Biografie von Josef Cohen vor.Kevin Eilers bei der Verlegung des Stolpersteins, beraten von Friedhelm Veith.Katja Völkel, Verlagsleiterin Eckhaus Verlag Weimar, präsentiert die Biografie von Josef Cohen in dem von ihrem Verlag herausgegebenen Buch „Stolpersteine Aurich“.Gunter Demnig und seine „Mitarbeiter“, Schüler der Berufsfachschulklasse Bautechnik der BBS II Aurich mit ihren Lehrern Hermannus Cornelius, Stefan Eilers und Friedhelm Veith.
Veröffentlicht: 11. September 2018 von westermayer in Verlegung
Am Abend des Tages der 13. Stolpersteinverlegung in Aurich (19.09.18 – Treffpunkt für die Verlegung: 14 Uhr Rathaus Aurich – genauer Zeitplan s. u.) wird das 180-seitige Buch „Stolpersteingeschichten Aurich – Spurensuche gegen das Vergessen“ vorgestellt und dann in Klassensätzen zu je 30 Exemplaren an Schulen, Kirchengemeinden und Einrichtungen im Landkreis Aurich verteilt. Das Buch enthält 12 Biografien, die von Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Stolpersteine Aurich“ recherchiert und von dem in Leer gebürtigen früheren OZ-Redakteur und heute in Stendal tätigen Volker Brahms redaktionell bearbeitet wurden. Wir bedanken uns bei den 46 Sponsoren und Unterstützer, die insgesamt 50 Klassensätze finanziert haben und damit dieses Buchprojekt erst möglich machten.
Vom 20. September an wird das Buch zum Preis von 16,90€ im Auricher Buchhandel erhältlich sein (ISBN 978-3-945294-19-2). Weitere Informationen finden sich hier in einem Videointerview.
Presseartikel
Verlegung am 19. September 2018 (Stand 22.06.2018)
Durch Gunter Demnig und Schüler der Berufsfachschulklasse Bautechnik der BBS II Aurich mit ihren Lehrern.
Veröffentlicht: 11. Januar 2018 von westermayer in Verlegung
Auch in diesem Jahr wird es in Aurich eine Stolpersteinverlegung geben. Sie ist für den 19. September 2018 geplant. Eine entsprechende Zusage des Büros von Gunter Demnig liegt uns bereits vor.
Treffpunkt für die Verlegung von 26 Stolpersteinen ist am Auricher Rathaus um 14 Uhr.
An folgenden Stellen sollen sie verlegt werden:
Norderstr. 29 – 4 Steine für die Familie Julius Wolff
Wallstr. 56 – 4 Steine für die Familie Siegfried Wolff
Wallstr. 56 – 4 Steine für die Familie Levy Benjamin Wallheimer
Marktplatz 15 – 3 Steine für die Familie Josef Hess
Lüchtenburger Weg 8 – 3 Steine für die Familie Fritz Kugelmann
Lilienstr. 12 – 2 Steine: Erna Wolff verh. Altberger und Hermann Altberger
Marktstr. 5 – 5 Steine für die Familie Abrahm Wolff
Marktstr. 16 – 1 Stein für Josef Cohen
Und für die nächste Stolpersteinverlegung 2019 werden noch Paten gesucht. Alle Hinweise dazu finden Sie unter „Pate werden“ auf unserer Homepage.
Veröffentlicht: 18. November 2017 von westermayer in Verlegung
Auch in diesem Jahr putzten am 9. November Schülerinnen und Schüler des Ulricianums Aurich alle bisher verlegten Stolpersteine.
Beteiligt an der Putzaktion waren die 9e und Frau Steevens-Schnell sowie der Kurs EGE902 (Geschichte Leistungskurs Jg. 11) mit Frau Dr. Weferling und Schüler der 8f, der 10a und der 10g.
Eigentlich ist das regelmäßige Putzen die Aufgabe der Putzpaten, die sich für jeden Stein gemeldet haben. Aber einmal im Jahr – sinnvollerweise am Gedenktag für die Reichspogromnacht – werden auch Schüler putzend aktiv.
Das Abschlussfoto beweist es: die Aktion war sehr erfolgreich! Ein herzliches „Danke schön“ an alle beteiligten Schülerinnen und Schüler.
Veröffentlicht: 4. November 2017 von westermayer in Verlegung
Am 23. Oktober 2017 wurden 25 Stolpersteine in der Auricher Innenstadt verlegt. Damit sind in Aurich nun insgesamt 313 Gedenksteine verlegt. Die Verlegung nahm diesmal der Künstler und Initiator des Projektes, Gunter Demnig, persönlich wahr. Er wurde wieder von Schülern der Baufachschulklasse Bautechnik der BBS II Aurich mit ihren Lehrern Harmannus Cornelius und Friedhelm Veith unterstützt.
Bei dieser Verlegung wurden erstmals auch Familien berücksichtigt, die rechtzeitig aus Aurich geflohen sind. Auch wenn sie überlebt haben, sind sie Opfer des Naziterrors, denn sie mussten gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen.
Auch diesmal konnten wir uns über die Anwesenheit von Verwandten der Opfer freuen. So konnten wir aus den USA Dr. Werner Knurr (Sohn von Erich Knurr) und seine Ehefrau Goldie nebst ihrem befreundeten Ehepaar, Tom und Jeanette Eilers, begrüßen – weiterhin aus den USA von der Familie Gidansky: Maureen Kavalar-Gidansky, Tochter von Erich Gidansky (mit Gary) und Carol Kain-Knurr, Tochter von Merri Gidansky (mit Howard). Zum wiederholten Mal kam Tito Wolff aus Buenos Aires angereist, um an der Verlegung teilzunehmen. Aus Breda kamen James Wildstrom und seine Ehefrau Bep. Er konnte leider nicht an der Verlegung der Steine für seine Mutter und seine Großmutter im Sommer 2015 teilnehmen. Die Besucher zeigten sich wieder beeindruckt von der Intensität der Recherchearbeit und lobten immer wieder das Engagement aller Auricher Mitarbeiter an dem Stolpersteinprojekt.
Die Verlegung begann bei strömendem Regen und endete bei strahlendem Sonnenschein. Dennoch nahmen wieder zahlreiche Auricher Bürgerinnen und Bürger an der Verlegung teil, darunter auch die Paten der Steine. Sebstian Berger, Lehrer am Ulricianum, sorgte wieder mit der Lautsprecheranlage der Schule für gute Hörbarkeit der Vorträge.
Neben den Mitgliedern der Recherchegruppe hatten auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ulricianum Aurich Rechercheaufgaben übernommen und trugen ihre Ergebnisse vor.
Einzelheiten zu den Biografien der Opfer und ihrer Familienangehörigen finden sich auf dieser Homepage unter „Biografien“. Verlegt wurden die 25 Stolpersteine vor folgenden Häusern:
Große Mühlenwallstr. 36 (früher Ostertorplatz 13) – 4 Steine für Familie Ludwig Wolff
Große Mühlenwallstr. 34 (früher Ostertorplatz 14) – 4 Steine für Familie Jakob Wolff
Wallstr. 4 – 1 Stein für Louis Watermann
Wallstr. 20 – 5 Steine für Familie Hoffmann
Norderstr. 2 – 3 Steine für Familie Knurr
Marktplatz 31 – 4 Steine für Familie Gidanski
Osterstr. 11 – 1 Stein für Minna Hartog geb. Jakobs
Osterstr. 13 – 3 Steine für Familie Goldschmidt
Wolfgang Neiweiser begleitete die Verlegung mit jiddischen Liedern.
Aufgrund einer Änderung der Verkehrsführung konnten die Steine für die Familien Wolff nicht vor den Eingängen Große Mühlenwallstr. 34 und 36 verlegt werden, sondern hinter den Häusern auf dem neuen Bürgersteig. Hans-Jürgen Westermayer trägt die von ihm recherchierten Biografien vor.
Ludwig Wolff und seine Tochter Helga konnten nach England fliehen und lebten nach dem Krieg in Kalifornien, USA. Ludwigs Frau Auguste und der Sohn Sally wurden in Auschwitz ermordet.
Ludwig Wolff – Große Mühlenwallstr. 36 (früher Ostertorplatz 13) Pate: ABH, Herr Kuiper Hildegard Auguste Wolff geb. Simson – Große Mühlenwallstr. 36 (früher Ostertorplatz 13) Pate: Reinhard Warmulla Selly Ludwig Wolff – Große Mühlenwallstr. 36 (früher Ostertorplatz 13) Pate: Bernd Clemenz-Weber Helga Wolff – Große Mühlenwallstr. 36 (früher Ostertorplatz 13) Pate: Kollekte vom 27.01.2015
In der Großen Mühlenwallstraße 34 tragen Dr. Sandra Weferling und ihre Schüler Jason Reichel, Danh Nguyen, Vincent Großmann sowie Schülerin Kathie Lin Weekes vom E-Kurs Geschichte, Jahrgang 11, des Gymnasiums Ulricianum Aurich die Biographien der Familie von Jakob Wolff vor. Alle vier Mitglieder der Familie wurden Opfer des Völkermordes.
Jakob Isaak Wolff – Große Mühlenwallstr. 34 (früher Ostertorplatz 14) Paten: Dr. Sandra Weferling und Schüler Hertha Wolff geb. Löwenstein – Große Mühlenwallstr. 34 (früher Ostertorplatz 14) Paten: Dr. Sandra Weferling und Schüler Fritz Jakob Wolff – Große Mühlenwallstr. 34 (früher Ostertorplatz 14) Paten: Dr. Sandra Weferling und Schüler Gisela Gertrud Wolff – Große Mühlenwallstr. 34 (früher Ostertorplatz 14) Paten: Dr. Sandra Weferling und Schüler
Christiane Meissner trägt die von ihr recherchierte Biographie von Louis Watermann vor. Watermann musste 1940 Aurich verlassen. Er zog nach Essen, wurde 1941 nach Lodz deportiert und 1942 dort ermordet.
Louis Watermann – Wallstraße 4 Paten: Christel und Dirk Berends
Jörg Peter trägt seine Biographiearbeit über Familie Hoffmann vor. Carol Kain-Knurr aus Evanston/Illinois berichtet auf Deutsch über Lazarus Hoffmann, den Bruder ihres Opas, und seine Familie. Die Familie konnte 1939 in die USA fliehen.
Lazarus Hoffmann – Wallstraße 20 Pate: Sparkasse Aurich-Norden Lina Hoffmann geb. Hirschberg – Wallstraße 20 Pate: Sparkasse Aurich-Norden Manfred Louis Hoffmann – Wallstraße 20 Pate: Sparkasse Aurich-Norden Rosie Hoffmann geb. Ronsheim – Wallstraße 20 Patin: Evelyn Hoffmann Harri Hoffmann – Wallstraße 20 Pate: Sparkasse Aurich-NordenChristiane Meissner berichtet zunächst aus ihrer Recherche über die Familie Knurr. Dann verliest Dr. Werner Knurr vor dem Geschäftshaus seiner Eltern die Geschichte seiner Familie. Er wurde 1936 in Aurich geboren und konnte 1938 mit seinen Eltern zunächst nach Belgien und Frankreich und schließlich in die USA fliehen. Stolz zeigt er seine Einbürgerungsurkunde (von Hans-Jürgen Westermayer hochgehalten). Die Rede von Dr. Knurr ist in seiner Biografie verlinkt.Erich Knurr – Norderstraße 2 Paten: Elfriede und Günther Lübbers Melanie Knurr geb. Nussbaum – Norderstraße 2 Patin: Christiane Meissner Werner Knurr – Norderstraße 2 Patin: Irmtraut HausmannDr. Werner Knurr und seine Frau GoldieIrmtraud Schulze-Rodenberg verliest die von ihr recherchierten Biographien für Familie Gidansky; Carol Kain-Knurr, Tochter von Merri Gidansky berichtet von ihrer Familie. Neben ihr Maureen Kavalar-Gidansky, Tochter von Erich Gidansky. Günther Lübbers zeigt Fotos von Erich und Treuda Gidansky sowie Mary Knurr, entstanden anlässlich der „Woche der Begegnung“ 1992.
Karl Gidansky verstarb bereits 1936, Gelli und Merri Gidansky konnten noch rechtzeitig vor Kriegsbeginn in die USA fliehen. Erich Gidansky war im KZ Dachau interniert, überlebte die Qualen und zog nach der Befreiung in die USA.
Karl Gidansky – Marktplatz 31 Pate: Familie Knurr/Gidansky Gelli Gidansky geb. Hoffmann – Marktplatz 31 Pate: Familie Knurr/Gidansky Merri (Mary) Gidansky verh. Knurr – Marktplatz 31 Pate: Familie Knurr/Gidanski Erich Gidansky – Marktplatz 31 Pate: Familie Mönkemeyer
Astrid Parisius trägt die von ihr recherchierten Biographiedaten von Minna Hartog vor. Minna Hartog verstarb 1937.
Minna Hartog geb. Jacobs – Osterstraße 11 Paten: Abiturienten des Jg. 1963 des Gymnasiums Ulricianum AurichHelga Oldermann trägt ihre Rechercheergebnisse zur Familie Goldschmidt vor. Die drei Mitglieder der Familie Goldschmidt konnten noch 1939 in die USA fliehen.Günther Lübbers (Vorsitzender der AG Stolpersteine Aurich), Gunter Demnig (Initiator des Stolperstein Projekts) und Brigitte Weber (Stadt Aurich)Sally Goldschmidt – Osterstraße 13 Pate: Peter Tewes Meta Goldschmidt geb. Friedenberg – Osterstraße 13 Pate: Sparkasse Aurich-Norden Herta Goldschmidt-Hoffmann geb. Goldschmidt – Osterstraße 13 Paten: Elfriede und Günther Lübbers für Lorraine HoffmannZum Abschluss der Verlegung spricht Tito Wolff ein Kaddishgebet.
Veröffentlicht: 14. Februar 2017 von westermayer in Verlegung
Suche nach Sponsoren für Buchpakete an Schulen hat begonnen
Im Jahre 2011 begann man in Aurich, der Opfer des Holocausts mit der Verlegung von sogenannten Stolpersteinen zu gedenken und sich damit am Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig zu beteiligen. Inzwischen liegen 288 dieser 10 cm mal 10 cm großen Messingquader vor den Häusern, in denen jüdische Opfern zuletzt freiwillig gewohnt hatten.
Günther Lübbers und Brigitte Weber berichteten in der vergangenen Woche in der Sitzung des Arbeitskreises Auricher Stolpersteine über die weitere Planung. Danach werden Mitte Oktober weitere 25 bis 30 Stolpersteine von Gunter Demnig verlegt werden können. Sein Projekt sieht inzwischen auch die Ehrung von überlebenden Opfern vor, die nach der Machtergreifung der Nazis im Jahre 1933 rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannten und fliehen konnten.
In dieser Sitzung stellte Lübbers den Autor Detlef Plaisier aus Surwold vor, der gemeinsam mit dem Arbeitskreis und dem Weimarer Eckhaus Verlag ein Buch über die Auricher Stolpersteine schreiben wird. In diesem Buch, das 20 cm mal 20 cm groß und wahrscheinlich 168 Seiten stark werden wird, sollen die Biographien von 16 Familien oder Einzelpersonen ausführlicher dargestellt werden. Gleichzeitig soll das Buch ein Abbild des jüdischen Lebens in Aurich liefern und somit auch noch die im Oktober 2017 vorgesehenen und darüber hinaus geplanten Stolpersteinverlegungen beinhalten. „Wir wollen die dürftigen Lebensdaten auf den Stolpersteinen mit Leben füllen“ meinte Detlef Plaisier. Er erläuterte dann das Finanzierungskonzept des Eckhaus Verlages. Es sieht vor, dass die Druckkosten für 2000 Bücher in Höhe von rund 17.000 € durch Sponsoren aufgebracht werden, die jeweils Klassensätze von 27 Exemplaren à 16,80 € finanzieren, pro Klassensatz somit 453,60 €. Der Verlag legt anschließend 3 Exemplare dazu. Diese 30 Bücher werden dann an Schulen oder auch Kirchen für den Schul- bzw. Konfirmandenunterricht kostenlos abgegeben. Der Sponsor kann bestimmen, wohin die Buchsätze gehen sollen und sich auch mit einem Begleitwort am Buchtext beteiligen. Sponsoren werden im Buch mit Firmenlogo im Anhang erwähnt.
Für diese Aktion werden noch Sponsoren gesucht. Ebenfalls sucht der Arbeitskreis Stolpersteine weiterhin nach Paten für die noch in Aurich zu verlegenden Stolpersteine. Interessenten können sich an Günther Lübbers (Luebbers-Aurich@t-online.de) oder Brigitte Weber (Weber@Stadt.Aurich.de) wenden.
Günther Lübbers
Hier ein erster Umschlagentwurf für das Buch „Auricher Stolpersteine“. Das Foto zeigt das Ehepaar Josef und Holdibne Samson, die in der Rudolf-Eucken-Allee 4 (heute: Am Pferdemarkt 5) wohnten.
Veröffentlicht: 14. Februar 2017 von westermayer in Verlegung
Nun steht der Termin fest: Am 23. Oktober 2017 wird die 12. Verlegung von Stolpersteinen in Aurich stattfinden. Insgesamt werden 24 Steine verlegt. Die Verlegung beginnt um 9 Uhr Am Ostertorplatz 14. Bei der Verlegung am 23. Oktober werden auch Steine für Familien verlegt, die nach 1933 Deutschland verließen, weil sie rechtzeitig erkannten, was auf sie zukommen würde. Auch sie sind in unseren Augen Opfer der Nazizeit, da sie nicht freiwillig Aurich verließen und meist viele ihrer Verwandten in den Vernichtungslagern verloren.
Wir freuen uns, dass wir auch bei dieser Verlegung wieder Angehörige der Opfer in Aurich begrüßen können.
Zeitplan der Verlegung:
09.00 Uhr Verlegung von Steinen für die Familie Ludwig Wolff (4 Steine, Ostertorplatz 14)
und die Familie Jakob Isaak Wolff (4 Steine, Ostertorplatz 18)
09.50 Uhr Verlegung von Steinen für die Familie Lazarus Hoffmann (5 Steine, Wallstraße 20)
10.15 Uhr Verlegung von Steinen für die Familie Erich Knurr (3 Steine, Norderstraße 2)
10.45 Uhr Verlegung von Steinen für die Familie Gidanski (4 Steine, Marktplatz 31)
11.10 Uhr Verlegung eines Steines für Minna Hartog (Osterstraße 11)
11.30 Uhr Verlegung von Steinen für die Familie Sally Goldschmidt (3 Steine, Osterstraße 13)
Da die Werkstatt für die Herstellung der Gedenksteine nur über eine begrenzte Kapazität verfügt, können wir bei dieser Verlegung nur 24 Steine verlegt werden. Die Steine für die Familien, die bei der 12. Verlegung nicht berücksichtigt werden konnten, werden in jedem Fall bei der 13. Verlegung im nächsten Jahr einbezogen. Für diese Steine werden noch Paten gesucht. Informationen zur Patenschaft sowie Kontaktmöglichkeiten finden sich auf dieser Homepage unter Pflege oder Kontakt.
Veröffentlicht: 10. November 2016 von westermayer in Verlegung
Am 21. Oktober 2016 wurden 29 Stolpersteine in der Auricher Innenstadt verlegt. Damit sind in Aurich nun insgesamt 288 Gedenksteine verlegt. Da der Künstler und Initiator des Projektes, Gunter Demnig, verhindert war, fand diesmal mit seinem Einverständnis eine „Selbstverlegung“ statt. Sie wurde von Schülern der Berufsfachschule Bautechnik der BBS II Aurich mit ihren Lehrern Harmannus Cornelius und Friedhelm Veith durchgeführt.
Wieder nahmen zahlreiche Auricher Bürgerinnen und Bürger an der Verlegung teil, darunter auch die Paten der Steine. Leider war das Wetter so ungemütlich, dass die Beteiligung mit fortschreitender Zeit abnahm. Neben den Mitgliedern der Recherchegruppe hatten auch Schüler der Berufsfachschule Bautechnik und Jugendliche einer Arbeitsgruppe der Kirchengemeinde Victorbur Rechercheaufgaben übernommen und trugen ihre Ergebnisse vor.
Auch diesmal konnten wir uns über die Anwesenheit von Verwandten der Opfer freuen. Nachkommen der Familie Jakob Moses Cohen waren extra für die Verlegung aus Israel bzw. Amsterdam angereist. So konnten wir aus Israel Chana Nahari (Tochter von Mia Cohen verh. Vos) mit ihrer Tochter Tal Nahari-Tenenbaum sowie Hanna (Tochter von David Cohen) und Dodo Vaknim mit Sohn Avishay und Tochter Ziv begrüßen. Aus Amsterdam kam Ranni Cohen, der Bruder von Hanna Vaknim. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der Intensität der Recherchearbeit und lobten immer wieder das Engagement aller Auricher Mitarbeiter an dem Stolpersteinprojekt.
Einzelheiten zu den Biografien der Opfer und ihrer Familienangehörigen finden sich auf dieser Homepage unter Biografien.
Verlegt wurden die 29 Stolpersteine vor folgenden Häusern:
Wallstraße 46 – 3 Steine Familie Hartog
Wallstraße 33 – 6 Steine Familie Cohen
Breiter Weg 21 – 4 Steine Familie Samson
Lilienstraße 9 – 2 Steine Familie Wolff (Nachverlegung)
Kirchdorf, jetzt Kreuzstraße 6c – 3 Steine Familie Wallheimer
Ukenastraße 2 – 3 Steine Familie Hoffmann
Lüchtenburger Weg 8 – 8 Steine Familie Wolffs und Sorsky
Wolfgang Neiweiser begleitete die Verlegung mit jiddischen Liedern.Zunächst mussten aufgrund einer Änderung der Verkehrsführung die Steine für die Familie Wolff umverlegt werden. Sie wurden am 12.06.2012 vor dem Haus Ostertorplatz 14 verlegt und liegen nun hinter dem Haus auf dem neuen Bürgersteig.Mit den zwei Bollerwagen für die Lautsprecheranlage und die zu verlegenden Steine ging es weiter zur Wallstraße 46.
Wallstraße 46
Berta „Riwka“ Hartog – Wallstraße 46 Pate: Eckard Hattensaur Sara Hartog – Wallstraße 46 Pate: Familie Beninga-Arendt Kossmann „Oskar“ Hartog – Wallstraße 46 Pate: Kirchengemeinde VictorburVorbereitung der Verlegung durch Schüler der Berufsfachschule BautechnikIn der Wallstraße 46 tragen Jana Joachims, Laura Lindena und Florian Linnemann, Jugendliche der Kirchengemeinde Victorbur, die von ihnen recherchierten Biografien der Familie Hartog vor. Die drei Geschwister Hartog wurden Opfer der Shoa.Pastor Jürgen Hoogstraat mit einem Foto von Kossmann Hartog.
Wallstraße 33
Jakob Moses Cohen – Wallstraße 33 Pate: Yoram Cohen Hannchen David Cohen geb. Wolff – Wallstraße 33 Patin: Hanna Vaknim Minka „Mia“ Cohen verh. Voss – Wallstraße 33 Paten: Chanan Nahari und Ely Vos David Jakob Cohen – Wallstraße 33 Paten: Ursula und Wolfgang Freitag Martha Jakob Cohen – Wallstraße 33 Pate: Familie Beninga-Arendt Manfred Jakob Cohen – Wallstraße 33 Pate: Familie Beninga-ArendtJörg Peter trägt die Lebensgeschichten der Mitglieder der Familie Jakob Moses Cohen vor. Hans-Jürgen Westermayer zeigt das Foto von David Cohen im Jahr 2002.Chana Nahari (hier mit ihrer Tochter Tal Nahari-Tenenbaum) berichtet vom Schicksal ihrer Mutter Mia und betont, wie wenig ihre Mutter von ihrer schweren Jugend und dem abenteuerlichen Weg nach Israel erzählen wollte.Hanna Vaknim trägt aus Erinnerungen an ihren Vater David Jakob vor.Wolfgang Freitag berichtet von seinen persönlichen Begegnungen mit David Jakob Cohen in Israel.Jakob CohenMinka CohenDavid CohenNur Minka „Mia“ und David Jakob Cohen konnten überleben, weil ihnen ihre Eltern die Flucht nach Palästina ermöglichen und sich schweren Herzens von ihnen trennten.Die israelischen Gäste Dodo Vaknim, Chana Nahari (Tochter von Minka Cohen), Ziv, Hanna und Avishay Vaknim, Ranni Cohen und Tal Nahari-Tenenbaum.
Breiter Weg 21
Vorbereitungen zur Verlegung im Breiten Weg 21. Das Haus, in dem die Familie Samson gewohnt hat, steht nicht mehr.Iwan Samson – Breiter Weg 21 Pate: Spenden zum 9.11.2014 Hannchen Samson geb. Wolff – Breiter Weg 21 Paten: Dr. Sandra Weferling und Heiko Schlake Marga Samson verh. Vangeebergen – Breiter Weg 21 Pate: Familie Beninga-Arendt Hans „Henri“ Samson – Breiter Weg 21 Paten: Elfriede und Günther LübbersDr. Sandra Weferling trägt die Biografien der Familie Samson vor. Iwan und Hannchen Samson werden in Auschwitz ermordet. Ihre Kinder Marga Samson und Hans „Henri“ können überleben, weil sie vor der Gestapo versteckt werden. Auf dem gezeigten Foto sind Ester und Henri Samson bei ihrem Besuch anlässlich der Woche der Begegnung in Aurich im Jahr 2002 zu sehen.Günther Lübbers, Pate des Stolpersteins für Henri Samson
Lilienstraße 9
Abraham Wolff – Lilienstraße 9 Pate: Berufsfachschule Bautechnik der BBS II Aurich Minna Wolff – Lilienstraße 9 Patin: Irmtraut HausmannIn der Lilienstraße 9 wohnte der Fleischer und Schlachtermeister Selly Wolff und seine Frau Henriette geb. von der Walde mit ihren 12 Kindern. Nur drei ihrer Kinder überlebten den Völkermord.Schüler der Berufsfachschule B1MV haben mit ihrer Lehrerin Frau Bentlage-Heeren die Biografien erarbeitet und tragen ihre Ergebnisse vor. Abraham Wolff konnte nach Australien fliehen und starb an den Folgen der Misshandlungen im KZ Sachsenhausen. Minna überlebte durch Flucht in die Schweiz.Die beteiligten Schüler der B1MV Berufsfachschule „Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ der BBS Aurich II von links: Marcel Manott, Jann-Hinrich Siemering, Nils Buss, Patrick Kotow, Christian Störmer, Kevin Ulferts, Kevin Zaretzke, Mathias Schulz, Dennis Pellmann, Galvany Kiasowa, Almir Dogani, Gyoksel Rasim, Erwin Uka und Sascha Lazarowski.
Kreuzstraße 6d
Minna „Minkel“ Wallheimer – Kreuzstraße 6d Patin: Gesa Fecht-Lückemeyer Karl Calmer Wallheimer – Kreuzstraße 6d Paten: Jelda Poppen und Wilfried Schnabel Julie Wallheimer geb. Salinger – Kreuzstraße 6d Paten: Heike und Tim SanderJörg Peter trägt die Biografien der Mitglieder der Familie Wallheimer vor. Karl und Julie Wallheimer sterben unter den unmenschlichen Bedingungen in Theresienstadt. Minna „Minkel“ überlebt diese Schrecken und verstirbt 1948.Anneke Peter mit dem Foto von Minna Wallheimer.Die Paten der Stolpersteine Jelda Poppen, Wilfried Schnabel und Heike Sander
Ukenastraße 2
Meyer Feibelmann Hoffmann – Ukenastraße 2 Pate: Arbeitskreis Stolpersteine Henriette Hoffmann geb. Hurwitz – Ukenastraße 2 Patin: Gerta Gebhardt Wilhelm Hoffmann – Ukenastraße 2 Pate: Bernhard SiebeldsJörg Peter berichtet vom Schicksal der Familie Hoffmann. Meyer Feibelmann Hoffmann starb im März 1938 und musste die schlimmste Zeit nicht mehr erleben. Seine Frau Henriette kam in Theresienstadt um, ihr Sohn wurde in Riga ermordet.Wilhelm Hoffmann
Lüchtenburger Weg 8
Meyer Zwi Wolffs – Lüchtenburger Weg 8 Paten: Anna und Udo Kettwig Helene Wolffs geb. Cohen – Lüchtenburger Weg 8 Pate: Kollegium der BBS II Aurich Hermann Wolffs – Lüchtenburger Weg 8 Paten: Abiturienten des Jg. 1963 des Gymnasiums Ulricianum Aurich Edith Sorsky geb. Wolffs – Lüchtenburger Weg 8 Pate: SPD Ortsverein Aurich-Mitte Fritz Sorsky – Lüchtenburger Weg 8 Paten: Abiturienten des Jg. 1963 des Gymnasiums Ulricianum Aurich Hans Sorsky – Lüchtenburger Weg 8 Paten: Abiturienten des Jg. 1963 des Gymnasiums Ulricianum Aurich Jakob Wolffs – Lüchtenburger Weg 8 Pate: Dirk Freese Grete Wolffs – Lüchtenburger Weg 8 Paten: Abiturienten des Jg. 1963 des Gymnasiums Ulricianum AurichSchüler der Berufsfachschule Bautechnik tragen die Biografien der Familie Meyer Zwi Wolffs, die sie mit Unterstützung von Frau Parisius (Staatsarchiv Aurich) erarbeitet haben, vor. Die Eltern Meyer Zwi und Helene können in die USA fliehen, ebenso wie ihre Kinder Jakob und Grete. Ihr Sohn Hermann kann nach Argentinien entkommen. Die Familie Sorsky wird in Auschwitz ermordet.Anna und Udo Kettwig, die Paten für den Stein von Meyer Zwi Wolffs.Frau Lisa Buß hat zusammen mit vielen anderen Mitschülern des Abiturjahrgangs 1963 des Gymnasiums Ulricianum Aurich mehrere Stolpersteinpatenschaften für die Familie Wolff und Sorsky übernommen.
Der besondere Dank gilt den Schülern und Lehrern der Berufsfachschule Bautechnik der BBS II Aurich, die bei sehr unfreundlichem Wetter mit großer Sorgfalt und Geduld die Gedenksteine verlegten und in Abwesenheit von Gunter Demnig diese Verlegung erst möglich machten.
Auf dem Foto Schüler, Lehrer und Gäste aus Isarel, v.l.n.r: Marcel Janßen, Marcel Remmers, Harmannus Cornelius, Maik Grinda, Sven Rieken, Bastian Süßen (kniend), Nico Westenberg, Friedhelm Veith, Chana Nahari, Eike Peters, Ben Carstens, Nils Kruse, Tal Nahari-Tenenbaum und Timo Freese