Archiv für die Kategorie ‘Verlegung’

Bertha Silbermann geb. Wolff

Veröffentlicht: 8. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Bertha SILBERMANN geb. WOLFF
geboren am 28. Juni 1890 in Aurich

Straße: Wallstraße 16 (bis ca. 1920)
Todesdatum: 14. Mai 1942 Deportation nach Kulmhof/Chelmno
Todesort: Kulmhof/Chelmno
Bertha Wolff wird am 28. Juni 1890 in Aurich als Tochter des Schlächters David Levy Wolff (1847-1911) und seiner Ehefrau Marianne Wolff geb. von Oss (1855-1931) in Aurich geboren. Sie ist das neunte von 15 Kindern. Fünf ihrer Geschwister versterben bereits im Kindesalter. Sieben Geschwister werden ebenso wie Bertha Wolff Opfer des Völkermordes an den Juden. Drei ihrer Geschwister können nach Australien, nach Paraguay bzw. in die USA fliehen.

Bertha Wolff zieht ebenso wie ihre Schwester Dora in den 20ger Jahren nach Berlin.

Sie heiratet Hans Silbermann. Über Kinder ist nichts bekannt. Am 24. Oktober 1941 wird sie zusammen mit ihrem Ehemann mit dem 2. Transport von Juden aus Berlin (insges. 1.031) vom Bahnhof Grunewald in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert.

Am 14. Mai 1942 werden beide in das Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno verbracht und dort ermordet.

Recherche: und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 7.01.2023)
Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen: Gedenkbuch Bundesarchiv
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot1-7.html 
Literatur:
Patenschaft:
Verlegetermin: Für Bertha Wolff verh. Silbermann wurde in Aurich kein Stolperstein verlegt, da sie schon ca.  1920 die Stadt verließ.

 

 

 

Dora Herzog geb. Wolff

Veröffentlicht: 8. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Dora HERZOG geb. WOLFF
geboren am 25. September 1877 in Aurich

Straße: Wallstraße 16 (bis 1920)
Todesdatum: 2. März 1943 Deportation nach Auschwitz
Todesort: Auschwitz
Dora Wolff wird am 25. September 1877 in Aurich als Tochter des Schlächters David Levy Wolff (1847-1911) und seiner Ehefrau Marianne Wolff geb. von Oss (1855-1931) in Aurich geboren. Sie ist das vierte von 15 Kindern. Fünf ihrer Geschwister versterben bereits im Kindesalter. Sieben Geschwister werden ebenso wie Dora Wolff Opfer des Völkermordes an den Juden. Drei ihrer Geschwister können nach Australien, nach Paraguay bzw. in die USA fliehen.

Über Dora Wolff verh. Herzog wissen wir leider nur sehr wenig. Sie zog 1920 nach Berlin und heiratete dort einen Herrn Herzog. Wir wissen nichts über seinen Vornamen und seinen Verbleib, auch nicht ob Kinder aus der Ehe hervorgingen. Vermutlich hatte Dora Kontakt zu ihren Schwestern Gelle und Bertha, die ebenfalls von Aurich nach Berlin gezogen waren.

Am 2. März 1943 wird Dora Herzog nach Auschwitz deportiert. Als Anschrift wird Berlin N 54, Weinmeisterstraße 10 angegeben. Auf der vorhandenen Transportliste findet sich vor ihrem Namen eine Annemarie Charlotte Herzog, geboren 1921. Vom Geburtsdatum her könnte es sich um ihre Tochter handeln – wir wissen es leider nicht.

Recherche: und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 7.01.2023)
Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen: Gedenkbuch Bundesarchiv
Literatur:
Patenschaft:
Verlegetermin: Für Dora Wolff verh. Herzog wurde in Aurich kein Stolperstein verlegt, da sie schon 1920 die Stadt verließ.

 

 

 

Thea Salomons

Veröffentlicht: 8. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

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Thea SALOMONS
geboren am 21. Juni 1937 in Aurich

Straße: Wallstraße 14
Todesdatum: 12. Oktober 1942
Todesort: Auschwitz
Thea Salomons wird am 21.06.1937 in Aurich geboren. Sie ist die einzige Tochter ihrer Eltern Isaak Salomons und Erna geb. Wolffs.

Erna Wolffs wird am 11.11.1905 in Aurich als Tochter des Ehepaares Malermeister Abraham Wolff Wolffs, (18.01.1872 in Aurich – Sept. 1942 in Chelmno nad Nerem), und Betti Benjamin Wolffs, geb. Wallheimer, (19.11.1877 in Aurich – Sept. 1942 in Chelmno nad Nerem). Sie ist die mittlere von drei Kindern. Ihr älterer Bruder ist Wolff Wollfs, ihr jüngerer Benno Wolffs.

Am 12.01.1927 zieht Erna Wolffs nach Borken i. W., danach hielt sie sich in Norderney und Kiel auf. Ihr Beruf wird mit „Verkäuferin“ angegeben. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt bei ihren Eltern in Aurich im August 1933, zieht sie nach Luxemburg, von wo sie am 9.09.1935 nach Aurich zurückkehrt.

Am 08.05.1936 heiratet sie den Viehhändler Isaak Salomons,  dessen erste Ehefrau, die er am 30.10.1931 geheiratet hatte, verstarb am 25.04.1933.

Isaak Salomons wurde am 24.12.1901 in Vlagtwedde (Provinz Groningen/NL) geboren. Bis zum 22.02.1918 ist er in Schüttorf, Kr. Bentheim gemeldet (ab wann ist nicht bekannt).

Seit dem 10.10.1925 ist er in Aurich gemeldet mit verschiedenen Wohnadressen.

Nach der Hochzeit ziehen Isaak und Erna Wolffs am 19.05.1936 nach Aurich in die Wallstraße 14. Am 21.06.1937 wird ihre Tochter Thea Salomons geboren, mit der Erna ein Jahr später, am 9.05.1938, nach Groningen emigriert. Ihr Mann Isaak ist schon seit dem 19.04.1938 in Aurich abgemeldet.

Zwischen dem 3. und 5.10.1942 werden sie inhaftiert und in das Lager Westerbork gebracht, von wo sie am 9.10.1942 nach Auschwitz deportiert werden.

Erna Salomons und ihre Tochter Thea werden am 12.10.1942 ermordet, ihr Mann Isaak am 3.01.1943.

Helga Oldermann trägt die Biographien der Opfer vor dem Haus Wallstraße 14 vor

Recherche: Helga Oldermann/Kirchengemeinde Victorbur
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 27.01.2015)

Fotos: Günther Lübbers
Opfergruppe: Juden
Quellen: Meldekarte

Inhaftierungsliste Westerbork

Literatur:
Patenschaft: Kirchengemeinde Victorbur
Verlegetermin: 27. Januar  2015

 

Salomon Abraham Engländer

Veröffentlicht: 7. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Salomon Abraham ENGLÄNDER
geboren am 18. Oktober 1873 in Aurich

Straße: Rappstraße 17, Hamburg-Rothenbaum
Todesdatum: 15. Mai 1944
Todesort: Auschwitz
Salomon Abraham Engländer wurde am 18.10.1873 in Aurich geboren. Eine Familie Engländer gab es schon lange in Aurich. Ich konnte sie bis zum Urgroßvater von Moritz verfolgen. Der hieß Abraham Hartogs Calmer Engländer und verstarb im Jahr 1803.

Salomon war das vierte von neun Kindern seine Eltern Abraham Calmer Engländer (* 31.08.1838 in Aurich, + 02.02.1911 in Aurich) und Hannchen Isaak Cohen (* 1837, + 09.02.1893 in Aurich).

Salomon verließ Aurich und zog nach Hamburg. Leider wissen wir kaum etwas über sein Leben dort.

Am 23.Juni 1943 wurde er nach Theresienstadt deportiert. Dort lebte er in dem KZ fast ein Jahr lang.  Am 15. Mai 1944 nach Auschwitz nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Er starb im Alter von 70 Jahren.

Für Salomon Abraham Engländer wurde in Aurich kein Stolperstein verlegt, da er schon vor 1930 die Stadt verließ. Für ihn wurde 2014 in Hamburg-Rothenbaum in der Rappstraße 17 ein Stolperstein verlegt.

Für seinen Bruder Moritz Engländer und dessen Familie wurden in Aurich am 16.11.2019 Stolpersteine verlegt.

Recherche: und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 7.01.2023)
Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen: – Gedenkbuch Bundesarchiv
– https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/9767-salomon-abraham-engl-nder/– Familiendatenbank Juden im Deutschen Reich:
http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=juden_nw&ID=I6203&nachname=ENGL%C3%A4NDER&modus=&lang=de
– Stolperstein: https://stolpersteineaurich.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=7204&action=edit&classic-editor
Literatur:
Patenschaft:
Verlegetermin: Für Salomon Abraham Engländer wurde in Aurich kein Stolperstein verlegt, da er schon vor 1930 die Stadt verließ. Für ihn wurde 2014 in Hamburg-Rothenbaum in der Rappstraße 17 ein Stolperstein verlegt.

 

 

 

Goldine Cohen geb. Wolffs

Veröffentlicht: 7. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Goldine COHEN geb. WOLFFS
geboren am 9. Februar 1876 in Aurich

Straße: Neue Straße 22, Emden
Todesdatum: 2. April 1942
Todesort: Ghetto Warschau
Goldine Wolffs wurde am 9. Februar 1876 in Aurich als fünftes von zehn Kindern des Schlachters und Viehhändlers Wolff Wolffs (1842-1916) und Auguste, geb. van der Wall, (1841-1889) geboren. Für ihre Geschwister Benjamin „Bendix“ Wolffs (1871-1944), Moses Wolffs (1873-1944), und Heimann Wolffs (1884-1938) sind Stolpersteine in Aurich verlegt. Nur ihre jüngste Schwester, Eva Wolff, geb. Wolffs, (1887-1947) überlebte den Völkermord.

1908 heiratete Goldine Wolffs aus Aurich den Bürstenmacher Abraham Cohen und zog zu ihm nach Emden.

Aus der Ehe gingen bis 1920 sechs Kinder hervor: unbekannt,  Klara (1911-2002), Walter (1912 -1945 Auschwitz), Leonhard (1913-1990), Judith (1916-2002), Helene (1920– 1942 Auschwitz).
Seit 1914 wohnte Goldine Cohen mit ihrer Familie in der Neuen Straße 22.

Während der Reichspogromnacht des 9./10. November 1938 wurde sie mit ihrem Mann in die Neutorstraße getrieben, wo sie Misshandlungen und Demütigungen ertragen musste.

Am 31. März 1940 erfolgte die Abschiebung nach Berlin, wo sie mit ihrem Mann im Judenhaus Rosenstraße 2/4 wohnte.
1942 wurden sie und ihr Ehemann in das Ghetto Warschau deportiert, wo sie am 2. April 1942 ermordet wurde.

Durch einen Beschluss des Amtsgerichts Emden vom 10.10.1949 erfolgte die Todeserklärung.

Für Goldine Wolffs verh. Cohen wurde in Aurich kein Stolperstein verlegt, da sie schon 1909 nach Emden verzog.  Für sie wurde am 30.05.2013 ein Stolperstein in Emden in der Friedrich-Ebert-Straße 43 verlegt.

Recherche: Dr. Rolf Uphoff/Hans-Jürgen Westermayer
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 30.05.2013)
Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen: Stadtarchiv Emden: Meldekarte, Liste Marie Werth
Literatur:
Patenschaft:
Verlegetermin: Für Goldine Wolffs verh. Cohen wurde in Aurich kein Stolperstein verlegt, da sie schon 1909 nach Emden verzog.  Für sie wurde am 20.05.2013 ein Stolperstein in Emden in der Friedrich-Ebert-Straße 43 verlegt.

 

 

 

Klara Braun

Veröffentlicht: 7. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Klara BRAUN
geboren am 24. September 1888 in Burgsteinfurt

Straße: Wallstraße 16
Todesdatum: 18. August 1942
Todesort: Riga

Klara Braun 1939, Foto Kennkartenantrag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klara Braun wird am 24. September 1888 in Burgsteinfurth (nahe Steinfurt) geboren. Ihre Eltern sind Bertha, geb. Oppenheimer (1859 – 1923) und Salomon Braun (1855 – 1940). Ihr Vater ist Rabbiner in Stadtoldendorf. Im Juli 1939 zieht er nach Hannover und verstirbt dort am 18.06.1940 im Alter von 85 Jahren.
Ihre Mutter verstirbt bereits 1923. Ihr Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Stadtoldendorf. Klara hat 2 Brüder und 5 Schwestern:- Else Block (1882 – 1962): Halbschwester (Tochter aus Salomon Brauns erster Ehe): 1905: Hochzeit in Stadtoldendorf, ihr Ehemann fällt im Ersten Weltkrieg, rechtzeitige Emigration nach Brasilien
– Julius (1887 – ?): überlebt den Holocaust
– Ida Steinberg (1891 – 1942): 1912: verzogen nach Essen, 22.04.1942: Deportation von Düsseldorf aus ins Ghetto Izbica, dort oder in Treblinka ermordet
– Martha (1893 – ?): 1921: verzogen nach Elberfeld, überlebt den Holocaust
– Arthur (1896 – 1941): August 1939 verzogen nach Hannover, 15.12.1941 Deportation von Hannover aus ins Ghetto Riga, höchstwahrscheinlich aufgrund seiner Erkrankung bei der Ankunft dort in einem Massengrab erschossen
– Grete Alma (1898 – ?)
– Paula Alice (1901 -?): 1919: verzogen nach Essen, überlebt den Holocaust. Klara Braun ist seit Oktober 1896 in Stadtoldendorf (heute Landkreis Holzminden) gemeldet. Am 03.08.1939 zieht sie nach Aurich in die Wallstraße 16, kurz nachdem ihr Vater Stadtoldendorf in Richtung Hannover verlassen hat. Warum sie nach Aurich gezogen ist, konnten wir nicht feststellen. Da alle jüdischen Bürger Aurich verlassen müssen, zieht sie gut drei Monate später am 20.11.1939 nach Berlin.Von Berlin aus wird sie am 15.08.1942 mit dem „18. Osttransport“ in das Ghetto Riga deportiert und dort am 18.08.1942 unmittelbar nach der Ankunft erschossen.
Am 15.08.1942 verlässt der Sonderzug Da 401 (18. Osttransport) mit 1004 Juden Berlin. Abfahrtsort war der Güterbahnhof Berlin-Moabit, Zwischenhalt in Berlin war an der Quitzow- und der Putlitzstraße. Ziel war das Ghetto Riga. Der Zug erreichte Riga am 18.08.1942. Die Deportierten wurden bald nach ihrer Ankunft auf dem Bahnhof Riga-Skirotava in den Wäldern von Rumbula und Bikernieki ermordet. Darunter auch 57 Kinder unter zehn Jahren.

In dem Ghetto in Riga, das im Oktober 1941 abgeriegelt wird, leben zunächst etwa 30.000 lettische Juden auf engstem Raum. Viele von ihnen werden ermordet, um Platz für Juden aus dem Reichsgebiet zu schaffen. Insgesamt werden etwa 25.000 deutsche Juden nach Riga transportiert. Viele werden bei ihrer Ankunft erschossen. Die zunächst Überlebenden müssen Zwangsarbeit leisten. Im November 1943 ist das Ghetto weitgehend geräumt, die Bewohner werden ermordet oder in andere Konzentrations- oder Vernichtungslager deportiert.

Für Klara Braun wurde in Stadtoldendorf, Neue Straße 7 im Jahr 2009 ein Stolperstein verlegt.

Recherche und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 1.01.2023)
Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen: http://jens-m-std.jimdo.com/klara-braun/
Gedenkbuch Bundesarchiv
http://www.tenhumbergreinhard.de/transportliste-der-deportierten/bericht-transport/transport-15081942-berlin.html
Literatur:
Patenschaft:
Verlegetermin: Für Klara Braun wurde in Aurich kein Stolperstein verlegt, da sie nur wenige Monate hier wohnte.  Für sie wurde ein Stolperstein in Stadtoldendorf verlegt.

 

 

 

Bertha Wolff verh. Gottheim

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Bertha WOLFF verh. Gottheim
geboren am 2. April 1910 in Aurich

Straße: Wallstraße56
Todesdatum: 17. Juli 1942
Todesort: Auschwitz
Bertha Wolff wird am 2. April 1910 als zweites Kind des Wilhelm Samuel und der Henriette Wolff in Aurich in der Wallstraße 56 geboren. Ihr Bruder ist Siegfried Wolff, geboren am 29. Oktober 1908.

Der Vater Wilhelm Samuel Wolff, geboren am 12. Mai 1881, ist von Beruf Schlachter und heiratet im Jahre 1908 in Dornum Henriette Heß, geboren am 30. März 1889 in Dornum. Berthas Vater Wilhelm Samuel verstirbt am 11. April 1924 an einer Lungenentzündung und wird auf dem Jüdischen Friedhof in Aurich beigesetzt.

Die Großeltern Berthas väterlicherseits sind Samuel Wolff Wolff, geboren am 2. Januar 1846 in Aurich und Ehefrau Lina Karoline Löwenthal, geboren am 1. Oktober 1859. Die Großmutter verstirbt im Jahre 1916 in Aurich im Alter von 56 Jahren an einem Gehirnschlag, der Großvater im Jahr 1929, ebenfalls in Aurich,  im Alter von 83 Jahren an Altersschwäche.

Die Großeltern mütterlicherseits sind Moses Heß, geboren am 27. Februar 1861 in Dornum und Bertha Pess Wolff Wolff, geboren am 2. März 1863 in Großefehn.

Am 18. April 1930, so die Eintragung im Melderegister, hält sich  Bertha Wolff für einige Zeit in Salzkotten in Westfalen auf, ob aus familiären oder beruflichen Gründen ist nicht geklärt. Am 16. Oktober 1930 zieht sie dann von Aurich nach Kiel in die Straße Sophienblatt 7. Ihre berufliche Tätigkeit ist dort als Gehilfin, zu vermuten ist hier als Haushaltsgehilfin, angegeben.

Am 1. August 1933 zieht sie aus nicht bekannten Gründen von Kiel nach Aurich zurück und wohnt wieder in der Wallstraße 56.

Berthas Bruder Siegfried heiratet am 12. Mai 1933 in Aurich die in Aurich am 13. März 1911 geborene Eva Wallheimer. Die Eltern von Eva Wallheimer sind Levy Benjamin Wallheimer, geboren am 20. November 1881 in Aurich, und Regina Josefa Samson, geboren am 24. Februar 1882 in Aurich. Frau Regina Josefa  Wallheimer verstirbt 1931 an einer schweren Krankheit und wird in Ibbenbüren beigesetzt.

Den Eheleuten Siegfried und Eva Wolff werden zwei Kinder geboren. Wilhelm wird am 28.Juli 1933 in Aurich geboren und Levy am 11.April 1936. Am 10. Juni 1936 zieht  Bertha Wolffs Bruder Siegfried mit seiner Frau Eva und den beiden Kindern Wilhelm und Levy von Aurich nach Laandam in die Niederlande. Von dort werden sie später nach Argentinien ausreisen.

Am 20. August 1936 heiratet Levy Wallheimer, Vater von Eva Wolff, geborene Wallheimer, von Beruf Viehhändler, die Witwe und Geschäftsinhaberin, so die Unterlagen, Henriette Wolff, geborene Heß, beide nun wohnhaft in der Wallstraße 56. Am 19. November ist das Ehepaar aus Aurich abgemeldet nach Barril-Siedlung, Entre Rio, Argentinien.

Bertha Wolff verlässt Aurich am 21. September 1937 und zieht in die Niederlande nach Amsterdam. Dort heiratet sie am 7. Dezember 1938 den Musiker Hans Gottheim.

Hans Gottheim ist am 6. August 1902 in Berlin geboren und trägt als Berufsbezeichnung Unterhaltungsmusiker und Pianist.

Im Bundesarchiv ist Hans Gottheim in der Namensliste „nichtarischer“ Musiker aufgeführt und in verschiedenen Publikationen wird sein Name im Zusammenhang mit Judentum und Musik genannt.

Das  Ehepaar Bertha und Hans Gottheim wohnt im Jahr 1938 in Amsterdam in der Merwedeplein 42h in der Nähe des heutigen Anne-Frank-Hauses. Über die beruflichen Tätigkeiten der beiden zu dieser Zeit sind keine Angaben vorhanden, aber es ist anzunehmen, dass Hans Gottheim durch seinen Beruf für den Unterhalt der Familie sorgt.

Am 30. April 1939 wird dem Ehepaar der Sohn Joel geboren, verstirbt aber nach kurzer Zeit am 25. Juli des gleichen Jahres.
Drei Jahre später, am 30. April des Jahres 1942, wird ihnen ein zweiter Sohn geboren, den sie Heinz Wilhelm nennen. Die Familie Gottheim wohnt nun in Amsterdam in der Botterdiepstraat 12, nach vorliegenden Angaben im Haus der Witwe De Leeuw.

Am 15. Juli 1942 kommen Bertha Wolff, verheiratete Gottheim, Hans Gottheim und ihr Sohn Heinz Wilhelm vermutlich mit einem der ersten Transporte – so die vorliegenden Unterlagen – in das Internierungslager Westerbork.  Noch am gleichen Tag, also am 15. Juli 1942, sind sie zusammen auf dem Transport von Westerbork in den Niederlanden nach Polen: Das Deportationsziel ist Auschwitz, Vernichtungslager.

Als Todesdatum und Ort ist für Bertha Wolff, verheiratete Gottheim, der 17. Juli 1942 in Auschwitz angegeben. Es ist anzunehmen, dass dies auch für den Sohn Heinz Wilhelm gilt.

Für ihren Ehemann Hans Gottheim ist als Todesdatum und Ort angegeben: 6. August 1942, Auschwitz, Vernichtungslager.

Recherche: Hinrich Schmidt
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 27.01.2015)
Foto:  
Opfergruppe: Juden
Quellen:  
Literatur:  
Patenschaft: Hinrich Schmidt
Verlegetermin: 27. Januar  2015

 

Caroline Gottschalk Leers

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

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Caroline „Kendel“ Gottschalk LEERS
geboren am 20. Dezember 1863 in Aurich

Straße: Wallstraße 56
Todesdatum: 26. September 1942
Todesort: Treblinka

Caroline Leers (Foto der Kennkarte StA Aurich, auf der Kennkarte „Kendel Gottschlak Leers“)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Caroline (lt. Kennkarte „Kendel Gottschalk“) Leers, eine Schwester von Victor Leers (geboren am 7.12.1861 in Aurich), wird am 20.12.1863 in Aurich geboren. Ihre Eltern sind Gottschalk Gossel Victor Leers, geboren 12.09.1823 in Aurich, verstorben 28.05.1889 in Aurich, und Mirjam Calmer Leers geborene Wolff, geboren 08.07.1837 in Aurich, verstorben 24.06.1873 in Aurich. Sara hat 8 Geschwister, darunter Victor Gottschalk Leers und Ruben Gottschalk Leers.

Caroline ist ohne Beruf und wohnt zeitweise in Aurich, Wallstraße 56, zwischenzeitlich auch Osterstraße 28. Als ihr Bruder Victor Gottschalk Leers am 29.01.1897 in Aurich Sara geb. Goldschmidt  heiratet – er ist zu dieser Zeit wohnhaft in Weener/ Ems – wohnt Sara bei ihrem Bruder.

Sara Sarah Leers, geborene Goldschmidt, wird am 01.04.1873 in Emden geboren. Am 29.01.1897 ist sie wohnhaft in Aurich. Ihre Eltern sind  Marcus Goldschmidt, geboren 1841, verstorben 23.09.1909 in Aurich und Röschen Jacob Goldschmidt, geborene Pels, geboren 1841, verstorben 18.01.1923 in Aurich.

In Weener /Ems betreibt das Ehepaar Victor Gottschalk und Sara Sarah Leers viele Jahre lang ein Geschäft in der Norderstraße 6.

Am 15.03.1938 zieht Victor Gottschalk Leers, inzwischen Rentier, 77 Jahre, zusammen mit seiner Frau Sara und seiner Schwester Caroline, von Weener/Ems wieder nach Aurich, in das bereits ein Jahr zuvor erworbene Haus, in der Wallstraße 56.

Am 8.03.1940 müssen die drei Leers gezwungenermaßen Aurich verlassen und verziehen nach Bremen, in die Willehadstraße 30.

Am 15.07.1942 werden  Victor Gottschalk, Sara Sarah und Caroline Sara Leers ab Hamburg in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Todesdatum und Ort sind für Victor Gottschalk Leers: 29.07.1942, Theresienstadt Ghetto und für Sara Sarah Leers: 21.03.1943 Theresienstadt Ghetto.

Todesdatum und Ort sind für Caroline Sara Leers: 26.09.1942, Vernichtungslager Treblinka.

Recherche: Hinrich Schmidt
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 27.01.2015)
Foto: Kennkarte v. 28.02.1939
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Arno Wirdemann
Verlegetermin: 27. Januar  2015

 

Sara Leers geb. Goldschmidt

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

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Sara LEERS geb. Goldschmidt
geboren am 1. April 1873 in Emden

Straße: Wallstraße 56
Todesdatum: 21. März 1943
Todesort: Ghetto Theresienstadt
Sara Sarah Leers, geborene Goldschmidt, wird am 01.04.1873 in Emden geboren. Am 29.01.1897 ist sie wohnhaft in Aurich. Ihre Eltern sind  Marcus Goldschmidt, geboren 1841, verstorben 23.09.1909 in Aurich und Röschen Jacob Goldschmidt, geborene Pels, geboren 1841, verstorben 18.01.1923 in Aurich.

Sara Leers  heiratet Victor Gottschalk Leers am 29.01.1897 in Aurich – zu dieser Zeit ist er wohnhaft in Weener/ Ems.

In Weener /Ems betreibt das Ehepaar Victor Gottschalk und Sara Sarah Leers viele Jahre lang ein Geschäft in der Norderstraße 6.

Victor Gottschalk Leers wird am 7.12.1861 in Aurich geboren. Seine Eltern sind Gottschalk Gossel Victor Leers, geboren 12.09.1823 in Aurich, verstorben 28.05.1889 in Aurich, und Mirjam Calmer Leers geborene Wolff, geboren 08.07.1837 in Aurich, verstorben24.06.1873 in Aurich. Victor Gottschalk hat 8 Geschwister, darunter Caroline Sara Gottschalk und Ruben Gottschalk.

Mit wohnhaft bei Sara und Victor Leers in Weener/Ems ist auch die Schwester Karoline Sara Leers (geboren 20.12.1863 in Aurich), eine Schwester von Victor Leers. Sie ist ohne Beruf und wohnt zeitweise in Aurich, Wallstraße 56, zwischenzeitlich auch Osterstraße 28.

Am 15.03.1938 zieht Victor Gottschalk Leers, inzwischen Rentier, 77 Jahre, zusammen mit seiner Frau Sara und seiner Schwester Karoline, von Weener/Ems wieder nach Aurich, in das bereits ein Jahr zuvor erworbene Haus, in der Wallstraße 56.

Am 8.03.1940 müssen die drei Leers gezwungenermaßen Aurich verlassen und verziehen nach Bremen, in die Willehadstraße 30.

Am 15.07.1942 werden  Victor Gottschalk, Sara Sarah und Caroline Sara Leers ab Hamburg in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Todesdatum und Ort sind für Victor Gottschalk Leers: 29.07.1942, Theresienstadt Ghetto und für Sara Leers: 21.03.1943 Theresienstadt Ghetto.

Todesdatum und Ort sind für Karoline Leers: 26.09.1942, Vernichtungslager  Treblinka.

Recherche: Hinrich Schmidt
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 27.01.2015)
Foto:
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Margrit Habicht
Verlegetermin: 27. Januar  2015

 

Victor Gottschalk Leers

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

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Victor Gottschalk LEERS
geboren am 7. Dezember 1861 in Aurich

Straße: Wallstraße 56
Todesdatum: 29. Juli 1942
Todesort: Ghetto Theresienstadt

Vicotr Gottschalk Leers (Foto der Kennkarte StA Aurich)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Victor Gottschalk Leers wird am 7.12.1861 in Aurich geboren. Seine Eltern sind Gottschalk Gossel Victor Leers, geboren 12.09.1823 in Aurich, verstorben 28.05.1889 in Aurich, und Mirjam Calmer Leers geborene Wolff, geboren 08.07.1837 in Aurich, verstorben 24.06.1873 in Aurich.

Victor Gottschalk hat 8 Geschwister, darunter Caroline Sara Gottschalk und Ruben Gottschalk.

Victor Gottschalk Leers heiratet am 29.01.1897 in Aurich – zu dieser Zeit ist er wohnhaft in Weener/ Ems – Sara Sarah Leers, geborene Goldschmidt, geboren 01.04.1873 in Emden. Am 29.01.1897 ist sie wohnhaft in Aurich. Ihre Eltern sind  Marcus Goldschmidt, geboren 1841, verstorben 23.09.1909 in Aurich und Röschen Jacob Goldschmidt, geborene Pels, geboren 1841, verstorben 18.01.1923 in Aurich.

In Weener /Ems betreibt das Ehepaar Victor Gottschalk und Sara Sarah Leers viele Jahre lang ein Geschäft in der Norderstraße 6.

Mit dort wohnhaft ist auch die Schwester Karoline Sara Leers (geboren 20.12.1863 in Aurich), eine Schwester von Victor Leers. Sie ist ohne Beruf und wohnt zeitweise in Aurich, Wallstraße 56, zwischenzeitlich auch Osterstraße 28.

Am 15.03.1938 zieht Victor Gottschalk Leers, inzwischen Rentier, 77 Jahre, zusammen mit seiner Frau Sara und seiner Schwester Karoline, von Weener/Ems wieder nach Aurich, in das bereits ein Jahr zuvor erworbene Haus, in der Wallstraße 56.

Am 8.03.1940 müssen die drei Leers gezwungenermaßen Aurich verlassen und verziehen nach Bremen, in die Willehadstraße 30.

Am 15.07.1942 werden  Victor Gottschalk, Sara Sarah und Caroline Sara Leers ab Hamburg in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Todesdatum und Ort sind für Victor Gottschalk Leers: 29.07.1942, Theresienstadt Ghetto und für Sara Sarah Leers: 21.03.1943 Theresienstadt Ghetto.

Todesdatum und Ort sind für Karoline Sara Leers: 26.09.1942, Vernichtungslager Treblinka.

Recherche: Hinrich Schmidt
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 27.01.2015)
Foto: Kennkarte v. 27.02.1939, Staatsarchiv Aurich
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Ortsrat Kernstadt Aurich
Verlegetermin: 27. Januar  2015