Archiv für die Kategorie ‘Verlegung’

Bertha Wolff

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Bertha WOLFF
geboren am 16. Januar 1878 in Aurich

Straße: Marktstraße 25
Todesdatum: 8. Januar 1943
Todesort: Theresienstadt

Bertha Wolff (Foto der Kennkarte, StA Aurich)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bertha Wolff wird am 16.01.1878 in Aurich geboren. Ihre Eltern sind der Schlachter Levy Abraham Wolff (1843-1901) und Rebecca Isaac Wolff geb. Valk (1848-1921). Levy und Rebecca Wolff haben fünf Kinder: Bertha (geboren am 16.01.1878), Isaak Levy (geboren am 24.09.1879), Abraham Levy (geboren 1882 und schon nach wenigen Monaten verstorben), Betty (geboren am 17.06.1884) und Minna (geboren 1886, verstorben 1935). Minna blieb ledig und wohnte bis zu ihrem Tod bei ihren Geschwistern in der Markstraße 25.

Das Auricher Gewerbeverzeichnis von 1880 nennt für den Schlachter Levy A. Wolff die Anschrift „Wallstr. 50“.

Alle drei Geschwister Bertha, Isaak und Betty Wolff wohnen spätestens seit Mitte der 20ger Jahre in der Marktstraße 25 und bleiben dort wohnhaft bis sie 1940 gezwungenermaßen nach Emden verziehen. Für Bertha und ihre Schwester Betty gibt es keine Berufsangaben. Ihr Bruder Isaak arbeitet lt. Adressenverzeichnis der Stadt Aurich von 1926 als Schlachter und Viehhändler. Sein Geschäft, das er anscheinend mit anderen jüdischen Schlachtern betreibt (Abraham Wolff, Levy Wolff, Wilhelm Wolff) ist in der Marktstraße 5.

Alle drei Geschwister bleiben ledig.

Als alle jüdischen Bürger Aurich verlassen müssen, ziehen die drei Geschwister am 28.03.1940 nach Emden in das jüdische Altenheim. Bis zum Oktober 1941 können die drei Geschwister dort wohnen.

Bertha und Betty müssen am 22.10.1941 Emden verlassen und in das jüdische Altersheim in Varel in der Schüttingstraße 13 ziehen.  Nach 9 Monaten müssen sie auch dieses Altenheim verlassen. Bertha und Betty werden mit weiteren 777 Personen am 23.07.1942 über Hannover (Transport VIII/1, č. 602) in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Ihre Meldeadresse dort lautet „Gebäude L120“. Dort wohnen sie in Zimmer 14.

Bertha Wolff stirbt am 8.01.1943 kurz vor ihrem 65. Geburtstag an den unmenschlichen Haftbedingungen in Theresienstadt und wird am 10. Januar 1943 beerdigt.

Für ihre Schwester Betty setzt sich der Leidensweg fort. Zwei Wochen nach der Beisetzung ihrer Schwester Bertha wird sie am 23.01.1943 von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Mit diesem Transport (Transport Cr, č. 772) werden 2.011 Menschen in die Gaskammern von Auschwitz deportiert, nur 6 von ihnen können überleben.

Wir müssen davon ausgehen, dass Betty bald nach ihrer Ankunft in Auschwitz im Alter von 58 Jahren ermordet wird.

Anders als seine Schwestern Bertha und Betty wird Isaak Wolff nach Auflösung des Emder Altersheimes nicht nach Theresienstadt, sondern am 23.10.1941 von Emden über Berlin nach Litzmannstadt deportiert. Isaak Wolff stirbt am 12.01.1942 im Alter von 62 Jahren an den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto Litzmannstadt.

Recherche und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 5.12.2015)
Foto: Kennkarte v. 24.03.1939, Staatsarchiv Aurich
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Kollekte 27.01.2015
Verlegetermin: 5. Dezember 2015

 

 

 

Isaak Levy Wolff

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Isaak Levy WOLFF
geboren am 24. September 1879 in Aurich

Straße: Marktstraße 25
Todesdatum: 12. Januar 1942
Todesort: Litzmannstadt

Isaak Levy Wolff (Foto der Kennkarte, StA Aurich)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Isaak Wolff wird am 24.09.1879 in Aurich geboren. Seine Eltern sind der Schlachter Levy Abraham Wolff (1843-1901) und Rebecca Isaac Wolff geb. Valk (1848-1921). Levy und Rebecca Wolff haben fünf Kinder: Bertha (geboren am 16.01.1878), Isaak Levy (geboren am 24.09.1879), Abraham Levy (geboren 1882 und schon nach wenigen Monaten verstorben), Betty (geboren am 17.06.1884) und Minna (geboren 1886, verstorben 1935). Minna blieb ledig und wohnte bis zu ihrem Tod bei ihren Geschwistern in der Markstraße 25.

Das Auricher Gewerbeverzeichnis von 1880 nennt für den Schlachter Levy A. Wolff die Anschrift „Wallstr. 50“.

Alle drei Geschwister Bertha, Isaak und Betty Wolff wohnen spätestens seit Mitte der 20ger Jahre in der Marktstraße 25 und bleiben dort wohnhaft bis sie 1940 gezwungenermaßen nach Emden verziehen. Für Bertha und ihre Schwester Betty gibt es keine Berufsangaben. Ihr Bruder Isaak arbeitet lt. Adressenverzeichnis der Stadt Aurich von 1926 als Schlachter und Viehhändler. Sein Geschäft, das er anscheinend mit anderen jüdischen Schlachtern betreibt (Abraham Wolff, Levy Wolff, Wilhelm Wolff) ist in der Marktstraße 5.

Alle drei Geschwister bleiben ledig.

Als alle jüdischen Bürger Aurich verlassen müssen, ziehen die drei Geschwister am 28.03.1940 nach Emden in das jüdische Altenheim. Bis zum Oktober 1941 können die drei Geschwister dort wohnen.

Nach Auflösung des Emder Altersheimes wird Isaak Levy Wolff am 23.10.1941 von Emden über Berlin nach Litzmannstadt deportiert. Isaak Wolff stirbt am 12.01.1942 im Alter von 62 Jahren an den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto Litzmannstadt.

Seine Schwestern Bertha und Betty müssen am 22.10.1941 Emden verlassen und in das jüdische Altersheim in Varel in der Schüttingstraße 13 ziehen.  Nach 9 Monaten müssen sie auch dieses Altenheim verlassen. Bertha und Betty werden mit weiteren 777 Personen am 23.07.1942 über Hannover (Transport VIII/1, č. 602) in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Ihre Meldeadresse dort lautet „Gebäude L120“. Dort wohnen sie in Zimmer 14.

Bertha Wolff stirbt am 8.01.1943 kurz vor ihrem 65. Geburtstag an den unmenschlichen Haftbedingungen in Theresienstadt und wird am 10. Januar 1943 beerdigt.

Für ihre Schwester Betty setzt sich der Leidensweg fort. Zwei Wochen nach der Beisetzung ihrer Schwester Bertha wird sie am 23.01.1943 von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Mit diesem Transport (Transport Cr, č. 772) werden 2.011 Menschen in die Gaskammern von Auschwitz deportiert, nur 6 von ihnen können überleben.

Wir müssen davon ausgehen, dass Betty bald nach ihrer Ankunft in Auschwitz im Alter von 58 Jahren ermordet wird.

Recherche und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 5.12.2015)
Foto: Kennkarte v. 14.04.1939, Staatsarchiv Aurich
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Ingrid und Michaela Weinbrenner
Verlegetermin: 5. Dezember 2015

 

 

 

Betty Wolff

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Betty WOLFF
geboren am 17. Juni 1884 in Aurich

Straße: Marktstraße 25
Todesdatum: Unbekannt, Deportation nach Auschwitz am 23.01.1943
Todesort: Theresienstadt

Betty Wolff (Foto der Kennkarte, StA Aurich)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betty Wolff wird am 17.06.1884 in Aurich geboren. Ihre Eltern sind der Schlachter Levy Abraham Wolff (1843-1901) und Rebecca Isaac Wolff geb. Valk (1848-1921). Levy und Rebecca Wolff haben fünf Kinder: Bertha (geboren am 16.01.1878), Isaak Levy (geboren am 24.09.1879), Abraham Levy (geboren 1882 und schon nach wenigen Monaten verstorben), Betty (geboren am 17.06.1884) und Minna (geboren 1886, verstorben 1935). Minna blieb ledig und wohnte bis zu ihrem Tod bei ihren Geschwistern in der Markstraße 25.

Das Auricher Gewerbeverzeichnis von 1880 nennt für den Schlachter Levy A. Wolff die Anschrift „Wallstr. 50“.

Alle drei Geschwister Bertha, Isaak und Betty Wolff wohnen spätestens seit Mitte der 20ger Jahre in der Marktstraße 25 und bleiben dort wohnhaft bis sie 1940 gezwungenermaßen nach Emden verziehen. Für Bertha und ihre Schwester Betty gibt es keine Berufsangaben. Ihr Bruder Isaak arbeitet lt. Adressenverzeichnis der Stadt Aurich von 1926 als Schlachter und Viehhändler. Sein Geschäft, das er anscheinend mit anderen jüdischen Schlachtern betreibt (Abraham Wolff, Levy Wolff, Wilhelm Wolff) ist in der Marktstraße 5.

Alle drei Geschwister bleiben ledig.

Als alle jüdischen Bürger Aurich verlassen müssen, ziehen die drei Geschwister am 28.03.1940 nach Emden in das jüdische Altenheim. Bis zum Oktober 1941 können die drei Geschwister dort wohnen.

Bertha und Betty müssen am 22.10.1941 Emden verlassen und in das jüdische Altersheim in Varel in der Schüttingstraße 13 ziehen.  Nach 9 Monaten müssen sie auch dieses Altenheim verlassen. Bertha und Betty werden mit weiteren 777 Personen am 23.07.1942 über Hannover (Transport VIII/1, č. 602) in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Ihre Meldeadresse dort lautet „Gebäude L120“. Dort wohnen sie in Zimmer 14.

Bertha Wolff stirbt am 8.01.1943 kurz vor ihrem 65. Geburtstag an den unmenschlichen Haftbedingungen in Theresienstadt und wird am 10. Januar 1943 beerdigt.

Für ihre Schwester Betty setzt sich der Leidensweg fort. Zwei Wochen nach der Beisetzung ihrer Schwester Bertha wird sie am 23.01.1943 von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. Mit diesem Transport (Transport Cr, č. 772) werden 2.011 Menschen in die Gaskammern von Auschwitz deportiert, nur 6 von ihnen können überleben.

Wir müssen davon ausgehen, dass Betty bald nach ihrer Ankunft in Auschwitz im Alter von 58 Jahren ermordet wird.

Anders als seine Schwestern Bertha und Betty wird Isaak Wolff nach Auflösung des Emder Altersheimes nicht nach Theresienstadt, sondern am 23.10.1941 von Emden über Berlin nach Litzmannstadt deportiert. Isaak Wolff stirbt am 12.01.1942 im Alter von 62 Jahren an den unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto Litzmannstadt/Lodz.

Recherche und Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 5.12.2015)
Foto: Kennkarte v. 24.03.1939, Staatsarchiv Aurich
Opfergruppe: Juden
Quellen:  
Literatur:  
Patenschaft: Kollekte 9.11.2014
Verlegetermin: 5. Dezember 2015

 

 

 

Kurt Salomons

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Kurt  SALOMONS
geboren am 19. Februar 1917 in Aurich

Straße: Wallstraße 4
Todesdatum: 28. Mai 1943
Todesort: Sobibor
Kurt Salomons kommt am 19. Februar 1917 zur Welt. Seine Eltern sind Georgina geb. Wolff und Levy „Ludwig“ Salomons.
1918 stirbt seine Mutter Georgina, knapp zwei Jahre nach ihrer Heirat mit Levy Salomons. Nach dem Tod ihrer Schwester heiratet Eva Wolff am 13. Juni 1919 Levy, den Witwer ihrer Schwester Georgina, und zieht mit ihm und seinem Sohn Kurt in die Wallstraße 4. Kurt  wird von seiner Stiefmutter Eva großgezogen.1931 geht Kurt mit seinen 14 Jahren nach Köln. Er tritt nicht in die Fußstapfen seines Vaters, sondern wird Schlosser. Weitere Station ist laut Meldekartei  Düsseldorf.
Am 17. Juli 1938 flieht Kurt nach Middelburg in der Provinz Zeeland, im Vlissingenweg. Einige Monate später treffen auch sein Vater und seine Stiefmutter dort ein.

Eva Salomons, geborene Wolff wird am 5. Mai 1895 in Aurich geboren. Mit ihrer Mutter Regine Wolff geborene von der Wall, ihrem Vater  Joseph Levy Wolff  und den fünf Geschwistern Frieda (24.7.1892), Louis (4.9.1893), Adolf (13.5.1896), Georgina (3.2.1898) und Gustav (26.8.1902) wächst Eva in Sandhorst auf. Ihr Vater  betreibt  einen Viehhandel.  Die Familie hatte einen Hof mit Acker und Garten  in Sandhorst  Am Tiergarten, zu der Zeit Sandhorst Nr. 7. genannt.

Der ältere Bruder Louis stirbt bereits 1900 im Alter von 6 Jahren.  Die älteren Schwestern Frieda und Georgina und die beiden jüngeren Brüder Adolf und Gustav heiraten und gründen eigene Familien. Georgina lebt mit ihrem Mann im elterlichen Haus. Ihre Eltern sterben 1920 bzw. 1929. Ihr Bruder Gustav erbt den elterlichen Hof, der aber 1935 zwangsversteigert werden muss und verkauft wird.

Levy Salomons, genannt Ludwig, wird am 14. August 1891 in Lage im Kreis Bad Bentheim geboren.   Zum Zeitpunkt seiner Geburt  lebt seine Familie in Deutschland. Sie  zieht später zur anderen Seite der deutsch-niederländischen Grenze, nach Denekamp in die Region Dinkelland in der Provinz Overijssel.
Seine Eltern Senetta ten Brink und Cumpert Levy Salomons stammen aus einer Familie, die als Kaufleute, Viehhändler und Schlachter arbeiten. Levy ist der Älteste, seine beiden Geschwister heißen  Jettchen und Alex. Jettchen arbeitet kurzzeitig in Aurich als sogenannte Stütze  im  Haushalt der Familie Wolff in der Julianenburger Str. 3. Der Cousin Isaak Salomons heiratet ebenfalls nach Aurich.
Levys Vater stirbt früh im Jahre 1925, seine Mutter lebt bis zu ihrem Tod im September 1942 in Denekamp in der Nordhorsche Straat 70.
Im Alter von 23 Jahren zieht Levy nach Aurich und heiratet Georgina Wolff. Sie leben im Haus ihrer Eltern in Sandhorst. Dort wird sein Sohn Kurt geboren. Nach dem Tod seiner Frau heiratet Levy am 13. Juni 1919 Eva Wolff, die Schwester von Georgina.

Als Viehhändler und Rossschlachter ist Levy Salomons, wie alle jüdischen Bürger dieses Berufsstandes  in der Fleischerzwangsinnung Mitglied, mit Mitgliedern  christlichen Glaubens vereint. Aufgrund der Arbeitsteilung gibt es unter den Schlachtern und Viehhändler kaum Probleme. Auf einer  Aufstellung der beitragspflichtigen Mitglieder des Magistrats der Stadt Aurich von 1932 ist der Name Salomons unter der Nr. 16 noch aufgeführt.
Wie der Viehhandel seines Schwagers ist Levy telefonisch erreichbar und hat im Zusammenwirken mit den Familienmitgliedern sicher ein gutes Auskommen.
Als 1933 das rituelle Schlachten verboten wird, kommt  der wichtigste Erwerbszweig der jüdischen Mitbürger in wirtschaftliche Bedrängnis.  Es folgen Boykottaufrufe und weitere sogenannte Rassegesetze, die den jüdischen Bürgern die  Lebensgrundlage entziehen sollen, sie nach und nach aus der Gesellschaft  ausgrenzt und ihnen ihre Rechte entzieht.  Die antisemitischen Feindseligkeiten gipfeln in den gewalttätigen Demütigungen  in der Reichspogromnacht am 9. November 1998.

Bereits im Dezember 1933 gibt die Familie Salomons  ihr Zuhause nach 15 Jahren auf und meldet sich nach Sandhorst ab.  Sie wohnen zunächst kurz  bei Evas jüngsten  Bruder Gustav in Evas Elternhaus.   Anschließend kommen sie von 1934 bis 1938 bei Verwandten in der Julianenburger Str. 3 unter. Die letzte Station der Familie in Aurich ist ab dem 4. Januar  1938 die Emder Str. 16, das Haus der israelitischen Gemeinde.

Nach dem Schrecken der Pogromnacht versucht sich die Familie in Sicherheit bringen. Levy emigriert am 31. Dezember  1938 nach Holland, am 4. Januar 1939 kommt Eva nach. Ihr Ziel ist Middelburg in der Provinz Zeeland, im Vlissingenweg. Kurt ist bereits am 17. Juli 1938 dorthin geflohen.

Nach der Besatzung der Niederländer durch die deutsche Wehrmacht am 10. April 1940 beginnt auch hier die systematische Verfolgung der Juden. Ab 1941 müssen Juden  den gelben Stern an ihrer Kleidung tragen. Am 21.Oktober 1942 wird die Familie aufgefordert Middelbourg zu verlassen und nach Amsterdam in die Jekerstr. 41 umziehen.

Nach sieben Monaten werden Eva und Kurt Salomons am 25. Mai 1943 dort abgeholt und in dem Sammellager Westerbork interniert. Am selben Tag werden sie mit weiteren 2.860 Menschen nach Sobibor in Polen deportiert.

Eva und Kurt werden nach einer dreitägigen Fahrt noch am Tag  ihrer Ankunft  am 28. Mai 1943   ermordet.

Levy Salomons stirbt am 9. März 1943 in Medemblikin der Provinz Noordholland unter ungeklärten Umständen. Es bleibt offen, ob er noch versucht hat eine Fluchtmöglichkeit oder ein Versteck zu finden, oder ob er nicht mehr in der Lage war, die Verfolgung gesundheitlich und psychisch zu verkraften.

Die einzigen Überlebenden der  Familien von Eva und Levy sind Gustavs 1. Frau Gelly geb. Wolffs, die sich 1935 scheiden ließ  und am 4. April 1937 mit ihren Kindern Ilana (23.05.27) und Joseph (10.03.1930) nach Palästina auswandert.

Und es überleben drei der vier Kinder von Evas Schwester Frieda Samson:  Josef, Hertha und  Grete. Ihr  Leben wird durch die Ausreise mit einem Kindertransport nach England gerettet.

Eine große Anteilnahme erfährt auch die Stolpersteinverlegung vor dem Haus Wallstr. 4

Gunter Demnig beim Einsetzen der drei Stolpersteine

Elfriede Lübbers verliest die Biographien

Die Stolpersteine für Familie Salomons mit drei weißen Rosen

Recherche: Christiane Meissner
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 8.12.2015)
Fotos: Günther Lübbers
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Kollekte 27.01.2015
Verlegetermin: 5. Dezember 2015

 

 

 

Eva Salomons geb. Wolff

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Eva SALOMONS geb. Wolff
geboren am 5. Mai 1895 in Aurich

Straße: Wallstraße 4
Todesdatum: 28. Mai 1943
Todesort: Sobibor
Eva Salomons, geborene Wolff, wird am 5. Mai 1895 in Aurich geboren. Mit ihrer Mutter Regine Wolff geborene von der Wall, ihrem Vater  Joseph Levy Wolff  und den fünf Geschwistern Frieda (24.7.1892), Louis (4.9.1893), Adolf (13.5.1896), Georgina (3.2.1898) und Gustav (26.8.1902) wächst Eva in Sandhorst auf. Ihr Vater  betreibt  einen Viehhandel.  Die Familie hatte einen Hof mit Acker und Garten  in Sandhorst  Am Tiergarten, zu der Zeit Sandhorst Nr. 7 genannt.
Der ältere Bruder Louis stirbt bereits 1900 im Alter von 6 Jahren.  Die älteren Schwestern Frieda und Georgina und die beiden jüngeren Brüder Adolf und Gustav heiraten und gründen eigene Familien. Georgina lebt mit ihrem Mann im elterlichen Haus. Ihre Eltern sterben 1920 bzw. 1929. Ihr Bruder Gustav erbt den elterlichen Hof, der aber 1935 zwangsversteigert werden muss und verkauft wird.
1918 stirbt Evas Schwester Georgina, knapp zwei Jahre nach ihrer Heirat mit Levy Salomons und hinterlässt  den einjährigen Sohn Kurt. Nach dem Tod ihrer Schwester heiratet Eva  am 13. Juni 1919 Levy, den Witwer ihrer Schwester von Georgina, und zieht mit ihm und seinem Sohn in die Wallstr. 4.Levy Salomons, genannt Ludwig, wird am 14. August 1891 in Lage im Kreis Bad Bentheim geboren.   Zum Zeitpunkt seiner Geburt  lebt seine Familie in Deutschland. Sie  zieht später zur anderen Seite der deutsch-niederländischen Grenze, nach Denekamp in die Region Dinkelland in der Provinz Overijssel.
Seine Eltern Senetta ten Brink und Cumpert Levy Salomons stammen aus einer Familie, die als Kaufleute, Viehhändler und Schlachter arbeiten. Levy ist der Älteste, seine beiden Geschwister heißen  Jettchen und Alex. Jettchen arbeitet kurzzeitig in Aurich als sogenannte Stütze  im  Haushalt der Familie Wolff in der Julianenburger Str. 3. Der Cousin Isaak Salomons heiratet ebenfalls nach Aurich.
Levys Vater stirbt früh im Jahre 1925, seine Mutter lebt bis zu ihrem Tod im September 1942 in Denekamp in der Nordhorsche Straat 70.
Im Alter von 23 Jahren zieht Levy nach Aurich und heiratet Georgina Wolf. Sie leben im Haus ihrer Eltern in Sandhorst. Dort wird sein Sohn Kurt geboren. Nach dem Tod seiner Frau heiratet Levy am 13. Juni 1919 Eva, die Schwester von Georgina.

Kurt Salomons kommt am 19. Februar 1917 zur Welt. Er  wird von seiner Stiefmutter Eva großgezogen. 1931 geht Kurt mit seinen 14 Jahren nach Köln. Er tritt nicht in die Fußstapfen seines Vaters, sondern wird Schlosser. Weitere Station ist laut Meldekartei  Düsseldorf. Über seinen Lebensweg konnte ich keine weiteren Spuren finden.
Als Viehhändler und Rossschlachter ist Levy Salomons, wie alle jüdischen Bürger dieses Berufsstandes  in der Fleischerzwangsinnung Mitglied, mit Mitgliedern  christlichen Glaubens vereint. Aufgrund der Arbeitsteilung gibt es unter den Schlachtern und Viehhändler kaum Probleme. Auf einer  Aufstellung der beitragspflichtigen Mitglieder des Magistrats der Stadt Aurich von 1932 ist der Name Salomons unter der Nr. 16 noch aufgeführt.
Wie der Viehhandel seines Schwagers ist Levy telefonisch erreichbar und hat im Zusammenwirken mit den Familienmitgliedern sicher ein gutes Auskommen.

Als 1933 das rituelle Schlachten verboten wird, kommt  der wichtigste Erwerbszweig der jüdischen Mitbürger in wirtschaftliche Bedrängnis.  Es folgen Boykottaufrufe und weitere sogenannte Rassegesetze, die den jüdischen Bürgern die  Lebensgrundlage entziehen sollen, sie nach und nach aus der Gesellschaft  ausgrenzt und ihnen ihre Rechte entzieht.  Die antisemitischen Feindseligkeiten gipfeln in den gewalttätigen Demütigungen  in der Reichspogromnacht am 9. November 1998.

Bereits im Dezember 1933 gibt die  Familie Salomons  ihr Zuhause nach 15 Jahren auf und meldet sich nach Sandhorst ab.  Sie wohnen zunächst kurz bei Evas jüngstem Bruder Gustav in Evas Elternhaus. Anschließend kommen sie von 1934 bis 1938 bei Verwandten in der Julianenburger Str. 3 unter. Die letzte Station der Familie in Aurich ist ab dem 4. Januar  1938 die Emder Str. 16, das Haus der israelitischen Gemeinde.

Nach dem Schrecken der Pogromnacht versucht sich die Familie in Sicherheit bringen. Levy emigriert am 31. Dezember  1938 nach Holland, am 4. Januar 1939 kommt Eva nach. Ihr Ziel ist Middelburg in der Provinz Zeeland, im Vlissingenweg. Kurt ist bereits am 17. Juli 1938 dorthin geflohen.

Nach der Besatzung der Niederländer durch die deutsche Wehrmacht am 10. April 1940 beginnt auch hier die systematische Verfolgung der Juden. Ab 1941 müssen Juden  den gelben Stern an ihrer Kleidung tragen. Am 21.Oktober 1942 wird die Familie aufgefordert Middelbourg zu verlassen und nach Amsterdam in die Jekerstr. 41 umziehen.
Nach sieben Monaten werden Eva und Kurt Salomons am 25. Mai 1943 dort abgeholt und in dem Sammellager Westerbork interniert. Am selben Tag werden sie mit weiteren 2.860 Menschen nach Sobibor in Polen deportiert.

Eva und Kurt werden nach einer dreitägigen Fahrt noch am Tag  ihrer Ankunft  am 28. Mai 1943   ermordet.

Levy Salomons stirbt am 9. März 1943 in Medemblikin der Provinz Noordholland unter ungeklärten Umständen. Es bleibt offen, ob er noch versucht hat, eine Fluchtmöglichkeit oder ein Versteck zu finden, oder ob er nicht mehr in der Lage war, die Verfolgung gesundheitlich und psychisch zu verkraften.

Die einzigen Überlebenden der  Familien von Eva und Levy sind Gustavs 1. Frau Gelly geb. Wolffs, die sich 1935 scheiden ließ  und am 4. April 1937 mit ihren Kindern Ilana (23.05.27) und Joseph (10.03.1930) nach Palästina auswandert.

Und es überleben drei der vier Kinder von Evas Schwester Frieda Samson:  Josef, Hertha und  Grete. Ihr  Leben wird durch die Ausreise mit einem Kindertransport nach England gerettet.

Eine große Anteilnahme erfährt auch die Stolpersteinverlegung vor dem Haus Wallstr. 4

Gunter Demnig beim Einsetzen der drei Stolpersteine

Elfriede Lübbers verliest die Biographien

Die Stolpersteine für Familie Salomons mit drei weißen Rosen

Recherche: Christiane Meissner
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 8.12.2015)
Fotos: Günther Lübbers
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Hans-Hermann Harms
Verlegetermin: 5. Dezember 2015

 

 

 

Levy „Ludwig“ Salomons

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Levy „Ludwig“ SALOMONS
geboren am 14. August 1891 in Lage, Kreis Bad Bentheim

Straße: Wallstraße 4
Todesdatum: 9. März 1943
Todesort: Medemblik, Provinz Noordholland, NL
Levy Salomons, genannt Ludwig, wird am 14. August 1891 in Lage im Kreis Bad Bentheim geboren.   Zum Zeitpunkt seiner Geburt  lebt seine Familie in Deutschland. Sie  zieht später zur anderen Seite der deutsch-niederländischen Grenze, nach Denekamp in die Region Dinkelland in der Provinz Overijssel.

Seine Eltern Senetta ten Brink und Cumpert Levy Salomons stammen aus einer Familie, die als Kaufleute, Viehhändler und Schlachter arbeiten. Levy ist der Älteste, seine beiden Geschwister heißen  Jettchen und Alex. Jettchen arbeitet kurzzeitig in Aurich als sogenannte Stütze  im  Haushalt der Familie Wolff in der Julianenburger Str. 3. Der Cousin Isaak Salomons heiratet ebenfalls nach Aurich. Levys Vater stirbt früh im Jahre 1925, seine Mutter lebt bis zu ihrem Tod im September 1942 in Denekamp in der Nordhorsche Straat 70.

Im Alter von 23 Jahren zieht Levy nach Aurich und heiratet Georgina Wolff. Sie leben im Haus ihrer Eltern in Sandhorst. Dort wird sein Sohn Kurt geboren. Nach dem Tod seiner Frau heiratet Levy am 13. Juni 1919 Eva, die Schwester von Georgina, und zieht mit ihr und seinem Sohn in die Wallstr. 4.

Kurt Salomons kommt am 19. Februar 1917 zur Welt. Er  wird von seiner Stiefmutter Eva großgezogen. 1931 geht Kurt mit seinen 14 Jahren nach Köln. Er tritt nicht in die Fußstapfen seines Vaters, sondern wird Schlosser. Weitere Station ist laut Meldekartei  Düsseldorf. Über seinen Lebensweg konnte ich keine weiteren Spuren finden.

Eva Salomons, geborene Wolff,  wird am 5. Mai 1895 in Aurich geboren. Mit ihrer Mutter Regine Wolff geborene von der Wall, ihrem Vater  Joseph Levy Wolff  und den fünf Geschwistern Frieda (24.7.1892), Louis (4.9.1893), Adolf (13.5.1896), Georgina (3.2.1898) und Gustav (26.8.1902) wächst Eva in Sandhorst auf. Ihr Vater  betreibt  einen Viehhandel.  Die Familie hatte einen Hof mit Acker und Garten  in Sandhorst,  Am Tiergarten, zu der Zeit Sandhorst Nr. 7. genannt.

Der ältere Bruder Louis stirbt bereits 1900 im Alter von 6 Jahren.  Die älteren Schwestern Frieda und Georgina und die beiden jüngeren Brüder Adolf und Gustav heiraten und gründen eigene Familien. Georgina lebt mit ihrem Mann im elterlichen Haus. Ihre Eltern sterben 1920 bzw. 1929. Ihr Bruder Gustav erbt den elterlichen Hof, der aber 1935 zwangsversteigert werden muss und verkauft wird.

1918 stirbt Evas Schwester Georgina, knapp zwei Jahre nach ihrer Heirat mit Levy Salomons und hinterlässt  den einjährigen Sohn Kurt.

Als Viehhändler und Rossschlachter ist Levy Salomons, wie alle jüdischen Bürger dieses Berufsstandes  in der Fleischerzwangsinnung Mitglied, mit Mitgliedern christlichen Glaubens vereint. Aufgrund der Arbeitsteilung gibt es unter den Schlachtern und Viehhändler kaum Probleme. Auf einer  Aufstellung der beitragspflichtigen Mitglieder des Magistrats der Stadt Aurich von 1932 ist der Name Salomons unter der Nr. 16 noch aufgeführt.
Wie der Viehhandel seines Schwagers ist Levy telefonisch erreichbar und hat im Zusammenwirken mit den Familienmitgliedern sicher ein gutes Auskommen.

Als 1933 das rituelle Schlachten verboten wird, kommt  der wichtigste Erwerbszweig der jüdischen Mitbürger in wirtschaftliche Bedrängnis.  Es folgen Boykottaufrufe und weitere sogenannte Rassegesetze, die den jüdischen Bürgern die  Lebensgrundlage entziehen sollen, sie nach und nach aus der Gesellschaft  ausgrenzt und ihnen ihre Rechte entzieht.  Die antisemitischen Feindseligkeiten gipfeln in den gewalttätigen Demütigungen  in der Reichspogromnacht am 9. November 1938.

Bereits im Dezember 1933 gibt die  Familie Salomons  ihr Zuhause nach 15 Jahren auf und meldet sich nach Sandhorst ab.  Sie wohnen zunächst kurz  bei Evas jüngsten  Bruder Gustav in Evas Elternhaus. Anschließend kommen sie von 1934 bis 1938 bei Verwandten in der Julianenburger Str. 3 unter.

Die letzte Station der Familie in Aurich ist ab dem 4. Januar 1938 die Emder Str. 16, das Haus der israelitischen Gemeinde.

Nach dem Schrecken der Pogromnacht versucht sich die Familie in Sicherheit bringen. Levy emigriert am 31. Dezember 1938 nach Holland, am 4. Januar 1939 kommt Eva nach. Ihr Ziel ist Middelburg in der Provinz Zeeland, im Vlissingenweg. Kurt ist bereits am 17. Juli 1938 dorthin geflohen.

Nach der Besatzung der Niederländer durch die deutsche Wehrmacht am 10. April 1940 beginnt auch hier die systematische Verfolgung der Juden. Ab 1941 müssen Juden den gelben Stern an ihrer Kleidung tragen. Am 21.Oktober 1942 wird die Familie aufgefordert Middelbourg zu verlassen und nach Amsterdam in die Jekerstr. 41 umziehen.

Nach sieben Monaten werden Eva und Kurt Salomons am 25. Mai 1943 dort abgeholt und in dem Sammellager Westerbork interniert. Am selben Tag werden sie mit weiteren 2.860 Menschen nach Sobibor in Polen deportiert. Eva und Kurt werden nach einer dreitägigen Fahrt noch am Tag  ihrer Ankunft  am 28. Mai 1943 ermordet.

Levy Salomons stirbt am 9. März 1943 in Medemblik in der Provinz Noordholland unter ungeklärten Umständen. Es bleibt offen, ob er noch versucht hat eine Fluchtmöglichkeit oder ein Versteck zu finden, oder ob er nicht mehr in der Lage war, die Verfolgung gesundheitlich und psychisch zu verkraften.

Die einzigen Überlebenden der  Familien von Eva und Levy sind Gustavs 1. Frau Gelly geb. Wolffs, die sich 1935 scheiden läßt und am 4. April 1937 mit ihren Kindern Ilana (23.05.27) und Joseph (10.03.1930) nach Palästina auswandert.

Und es überleben drei der vier Kinder von Evas Schwester Frieda Samson:  Josef, Hertha und  Grete. Ihr  Leben wird durch die Ausreise mit einem Kindertransport nach England gerettet.

Eine große Anteilnahme erfährt auch die Stolpersteinverlegung vor dem Haus Wallstr. 4

Gunter Demnig beim Einsetzen der drei Stolpersteine

Elfriede Lübbers verliest die Biographien

Die Stolpersteine für Familie Salomons mit drei weißen Rosen

Recherche: Christiane Meissner
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 8.12.2015)
Fotos: Günther Lübbers
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Traugott Dusse
Verlegetermin: 5. Dezember 2015

 

Hedwig Samson geb. Goldschmidt

Veröffentlicht: 5. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Hedwig  SAMSON geb. Goldschmidt
geboren am 14. August 1880 in Aurich

Straße: Esenser Straße 107 (füher: Sandhorst 8, Coldehörn)
Todesdatum: Unbekannt (Deportation nach Auschwitz am 26.10.1944)
Todesort: Auschwitz

Hedwig Samson geb. Goldschmidt (Foto der Kennkarte, StA Aurich)

 

Hedwig Samson geb. Goldschmidt wird am 14.08.1880 in Aurich als jüngstes Kind der Eltern Marcus Goldschmidt  (1841 –  23.09.1909) und Röschen Jacob Pels (1841 -18.01.1923) geboren. Sie wohnt  in Aurich Sandhorst, Gut Coldehörn.
Vier Geschwister werden zuvor geboren, eins stirbt aber mit zwei Jahren. Ihr Bruder Sally Goldschmidt wohnt mit Familie in der Osterstraße.Hedwig Goldschmidt heiratet den Viehhändler Abraham Samson in Aurich.Das Paar bekommt zwei Kinder: Julius 1907 und Emmy 1908. Ihr Sohn Julius geht Ostern 1917 auf das Ulricianum. 1926 kauft ihr Mann Abraham Samson das Gut Coldehörn, welches von weiträumigen Ländereien nördlich von der Straße Am Tiergarten bis zur Alten Ehe im Westen, umgeben ist.
1938 geht ihre Tochter Emmy nach Dortmund und heiratet einen Siegfried Stern. Die Lebensbedingungen werden für die Samsons in Aurich wegen des Berufsverbots immer schwieriger. Die Eltern Samson ziehen noch vor dem zwangsweisen Wegzug aller Juden im Februar 1940 schon Ende 1939 nach Dortmund. Das Ehepaar Samson wohnt in Dortmund in der Saarlandsraße 71, ein Judenhaus in der damaligen Zeit.Am 29.07.1942 wird sie mit ihrem Ehemann und dessen anderen Brüdern Ruben, Herz und Bendit mit Transport X1 ab Dortmund nach Theresienstadt deportiert.Von Theresienstadt wird sie am 26.10.1944 nach Auschwitz deportiert. Da die alten Samsons weit über der Altersgrenze der Nutzbarmachung aus Vernichtung durch Arbeit waren, werden sie unmittelbar bei Ankunft in die Gaskammer getrieben.
Recherche: Jörg Peter
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 21.01.2016)
Foto:

 

 

– Kennkarte v. 1.03.1939, Staatsarchiv Aurich
– Vor dem Haus Gut Coldehörn: v. l. Herta Goldschmidt später verh. Hoffmann – Nichte von Hedwig Samson, Emmy Samson, Hedwig Samson geb. Goldschmidt, Julius Samson, Hermann Knurr(Foto Lorraine Hoffmann – Milwaukee)
Opfergruppe: Juden
Quellen: Nds. Landesarchiv Aurich
Literatur: Verfolgung und Vernichtung, Dr. Rolf Fischer, Stadt Dortmund Essen 2015
Patenschaft: Hans-Gerd Meyerholz
Verlegetermin: 5. Dezember 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

v. l.: Herta Goldschmidt später verh. Hoffmann – Nichte von Hedwig Samson, Emmy Samson, Hedwig Samson geb. Goldschmidt, Julius Samson, Hermann Knurr. Foto Lorraine Hoffmann – Milwaukee

 

 

 

Sara Jacob Wolff

Veröffentlicht: 4. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Sara Jacob WOLFF
geboren am 21. Mai 1861 in Aurich

Straße: Marktstraße 18
Todesdatum: 1. Juli 1940
Todesort: Emden
Sara wurde am 21. Mai 1961 in Aurich als  zweitjüngstes der fünf Kinder von Jakob Wolff Wolff und Raantje Hartog Abraham Samson geboren.
Sara war 8 Jahre alt als Ihre Mutter starb.  4 1/2 Jahre danach starb auch der Vater. Zeitlebens lebte Sara im Kreis ihrer  Geschwister und heiratete nicht. Die Brüder arbeiteten als Schlachter. Die ältere Schwester Fanny hatte als einzige eine Familie gegründet.Alle drei  Geschwister bis auf ihren Bruder Wolff waren  vor Ausbruch der Terrorherrschaft der Nazis bereits verstorben.Seit ihrer frühen Kindheit und später als ledige Frau war es vermutlich immer ihre Aufgabe gewesen, den Haushalt zu führen und für das leibliche Wohl ihrer Familienmitglieder zu sorgen. Außerdem war sie die Tante von drei Nichten.

Seit dem Tod des ältesten Bruders Levy im Jahr 1923  lebte sie mit ihrem sechs Jahre älteren Bruder Wolff in der Marktstraße 18. Schon seit 1933, der Machtergreifung der NSDAP,  wurde der Lebensalltag des betagten Geschwisterpaars  von ständig wachsender  Ausgrenzung und Entrechtung bedroht, die  in der Pogromnacht im November 1938 zunächst ihren Höhepunkt erreichten.

Ungläubig und erschrocken werden sie die Nachricht aufgenommen haben, dass ihre letzten Angehörigen, die drei Nichten Marianne, Regina und Auguste mit ihren Familien nacheinander unfreiwillig von Aurich wegziehen mussten.

Alt, hilflos und allein gelassen,  konnten jetzt auch Sara und ihr Bruder der Aufforderung Aurich endgültig zu verlassen nicht mehr entrinnen. Im März 1940 wurden sie – von den  Behörden und der Ortspolizei  – mit den letzten 20 jüdischen Mitbürgern ihrer Heimatstadt Aurich verwiesen. Am 27. März 1940 verließ Sara das Haus in Aurich, gemeinsam mit Wolff, ihrem Bruder. In Emden wurden sie getrennt.

Das jüdische Altenheim in Emden war im Zuge der letzten  Maßnahmen völlig  mit alten und gebrechlichen  Menschen aus ganz Ostfriesland, die der Ausweisung noch nicht gefolgt waren, überfüllt.

Saras notdürftige Unterkunft wurde eines der sogenannten „Judenhäuser“ im Sandpfad 4. Von hier aus  blickte Sara  auf die Ruine der im November des Vorjahres zerstörten Emder Synagoge.

Die ersten Bomben der alliierten Streitkräfte (der Engländer) waren schon im März 1940 auf Emden gefallen.

Medizinische Versorgung gab es  für jüdische Mitbürger nicht mehr.

Sara Wolff starb am 1. Juli 1940, vier Monate nach der Vertreibung aus Aurich im Alter von 79 Jahren.

Gunter Demnig bei der Verlegung der beiden Stolpersteine vor dem Haus Marktstraße 18

Recherche: Christiane Meissner
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 14.12.2013)
Fotos: Günther Lübbers
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: Christiane Meissner
Verlegetermin: 14. Dezember  2013

 

 

 

Wolff Jacob Wolff

Veröffentlicht: 4. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Wolff Jacob WOLFF
geboren am 25. Oktober 1855 in Aurich

Straße: Marktstraße 18
Todesdatum: 1. Juni 1941
Todesort: Emden
Wolff Jacob Wolff wurde am 25. Oktober 1855 in Aurich geboren. Er war der zweitälteste Sohn von Jakob Wolff Wolff und Raantje Hartog Abraham Samson. Drei seiner Geschwister Levy , Fanny und Gütel Guste waren bereits vor der Terrorherrschaft der Nazis verstorben. Zusammen mit seiner sechs Jahre jüngeren Schwester Sara lebte der unverheiratete und kinderlos gebliebene Rentner in seinem von ihm und seinem Bruder Levy im Jahre 1910 erworbenen Haus. Das Haus hatte ein kleines Hintergebäude und im Jahr 1915 wurde eine kleine Waschküche angebaut.

Wolff Jakob Wolff hatte ein langes Arbeitsleben als Schlachter hinter sich, als sein Leben  in Aurich zunehmend Angriffen physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt war.

Er musste mit ansehen, wie seiner Verwandtschaft und seinen  jüdischen Kollegen mit dem verhängten Boykott gegen jüdische Geschäfte die wirtschaftliche Grundlage entzogen wurde.

Der Alltag  seines verdienten Lebensabends war seit 1933 von Angst, Demütigungen und Entbehrungen geprägt.

1939 hatte er seine Nichte Marianne mit ihrem Mann Hugo Kussel und ihre beiden Töchter bei sich aufgenommen, die ihr Haus in der Wallstraße 10 verlassen mussten.

Ziel der Nazis war es, alle Juden bis zum 1. April 1940 aus ganz Ostfriesland zu verbannen.

Der Sohn des letzten jüdischen Synagogenvorstehers Wolff Wolff  wurde unter Haftandrohung dazu  gezwungen, die Auswanderung und den Wegzug  seiner Gemeindemitglieder zu organisieren und durchzusetzen.

Besonders die alten und armen jüdischen Bürger wussten keinen Ausweg aus dieser verheerenden Situation. Dem Synagogenvorsteher wurde die schwere Aufgabe zuteil, die älteren Menschen mit Wohnraum zu versorgen. Ihm wurde es gestattet, Personen über 70 Jahre in das jüdische Altenheim Emden zu bringen.

(„Eine Initiative ostfriesischer Landräte und des Magistrats der Stadt Emden führte schließlich Ende Januar 1940 zu der Weisung der Gestapo-Leitstelle Wilhelmshaven, wonach Juden Ostfriesland bis zum 1. April 1940 verlassen sollten. Lediglich Personen über 70 Jahre war ein Aufenthalt im jüdischen Altenheim in Emden gestattet“.)

Am 27. März 1940 verließ Wolff Jacob Wolff im  Alter von 84 Jahren  sein Haus in Aurich. In dem jüdischen Gemeindehaus in Emden, das als sogenanntes „Judenhaus“ fungierte, lebte er in eng bedrängten Verhältnissen bis zu seinem Tod.

Wolff Jakob Wolff  starb am  1. Juni 1941 im Emden und entging damit der Deportation der letzten 146 noch in Ostfriesland verbliebenden Juden in das Ghetto Litzmannstadt und das Vernichtungslager Theresienstadt im Oktober 1941.

Im Zuge des Rückerstattungsverfahrens von Eigentum  erhielten  die überlebenden Nachkommen seiner Schwester Fanny eine Entschädigung.

Recherche: Christiane Meissner
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer

 

Gunter Demnig bei der Verlegung der beiden Stolpersteine vor dem Haus Marktstraße 18


(Stand 14.12.2013)

Fotos: Günther Lübbers
Opfergruppe: Juden
Quellen:
Literatur:
Patenschaft: GAP Aurich
Verlegetermin: 14. Dezember  2013

 

 

 

Friedrich „Fritz“ Hoffmann

Veröffentlicht: 3. Januar 2010 von westermayer in Verlegung

Friedrich „Fritz“ HOFFMANN
geboren am 18. Januar 1989 in Elberfeld

Straße: Wallstraße 19
Todesdatum: Unbekannt (5. Mai 1942 Deportation nach Chelmno)
Todesort: Chelmno nad Nerem (Kulmhof)

Friedrich „Fritz“ Hoffmann (Sammlung Zuntz)

 

 

 

 

 

 

 

 

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Siegfried Friedrich Hoffmann wird am 18.01.1889 in Elberfeld geboren. Er ist das fünfte Kind des Elberfelder Hoteliers Heinrich Hoffmann (*1. April 1853 in Triest!) und seiner Ehefrau Helene geb. Falk. Er hat eine ältere Schwester Johanna *15. 4. 1886 und noch ältere Brüder Julius *11. 5. 1885, Felix * 28. 11. 1881 und Alexander * 22. 3. 1883.

Sein Vater kauft 1893/94 vom Vorbesitzer Moses von der Wall das 1889 erbaute Wohnhaus mit Hinterhaus und Hof in der Bismarckstraße 4, Ecke Roonstraße, auf Norderney. Er erweitert es und macht es zu einem Haus ersten Ranges, so die Werbung in einer Anzeige …einzigstes Hotel unter Rabbinatsaufsicht auf den Nordsee-Inseln (s. Foto unten).

Die Kinder Julius, Johanna (verh. Hergershausen) und Friedrich übernehmen 1922 diesen Betrieb.

Friedrich heiratet 1920 Rebekka Wallheimer aus Aurich (s. Foto unten). Das Paar bekommt drei Kinder: Eva, Helene und Henry. Mit der Wirtschaftskrise und den schon im Frühjahr 1933 anschließenden Boykottaufrufen gegen jüdische Gäste gerät der Familienbetrieb in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die 1935 in der Zwangsversteigerung enden. Die Familie zieht nach Aurich, dem Geburtsort seiner Frau. Friedrich arbeitet dann als Koch an vielen Orten in Deutschland und der Schweiz: Arosa, Köln, Ohrdruf, Mannheim, Leipzig, Aachen, Leipzig usw.. (Foto als Koch s. u.). Auf seine tropischen Erfahrungen aus der Seefahrt aus Reisen nach Argentinien weist er in Briefen an seine Tochter mehrfach hin. Er ist nur alle paar Monate für wenige Tage zuhause in Aurich.

Die immer schärfer werdende politische und wirtschaftliche Verfolgung in den 30ern veranlasst ihn, seine beiden Töchter ins Ausland zu schicken. Eva im Mai 1938 zu Verwandten nach Italien, dann Helene mit der Jugend-Aliyah im März 1939 nach Palästina. Auch sein Sohn Henry – noch ein Kind – soll nach Erez kommen. Er versucht es mit allen Mitteln über die Reichsvereinigung zu erreichen – wenigstens ein Vorbereitungslager. Dies gelingt aber erst im Frühjahr 1940 im Landwerk Steckelsdorf bei Rathenow.

Das Haus in der Wallstraße 19 muss verkauft werden. Seine Frau Rebekka lebt allein mit ihrem halbwüchsigen Sohn und führt ab 1.01.1938 den Haushalt als Mittelpunkt der nun bald weitverstreuten Familie im Haus Markstraße 4 (ein Judenhaus). Zwischenzeitlich nimmt sie ein Kleinkind – Lora – in Pflege.

Seine letzten Arbeitsstätten als Koch sind das israelitische Krankenhaus in Leipzig (s. Foto unten), und ab 2.05.1939 in Hamburg die Gaststätte Hellmanns (Julius Hellmann) beim Jüdischen Kulturbund Hamburg in der Hartungstraße 9-11 (s. Foto unten). Dort wird ihm zum 6.08.1939 gekündigt, und ab dem 21.08.1939 arbeitet er im Altenheim Emden in der Klaas-Tholen-Straße.

In diesen Zeiten schreibt Friedrich seiner Tochter alle zwei bis drei Tage einen Brief oder eine Postkarte nach Palästina – seine Frau Rebekka tut das auch. Es sind Lebenszeichen und sie enthalten gutväterliche Ratschläge über das richtige Essen, Trinken, Eifer beim Lernen von Ivrith usw. Es ist ein reger fast intimer Gedankenstrom. Er benennt seine Tochter in lustigen Vexierspielen mit allen möglichen Kosenamen, wie auch (Leni-)Möh . Und dies oder jenes dort offenbarte Geheimnis dürfe sie nicht an Mutter verraten (ein Abszess am Achtersteven wofür er vier Wochen im Krankenhaus lag). Natürlich spricht aus diesen Zeilen die seelische Not eines Vaters über sein fortgegangenes Kind: Wenn wir doch auch bald in Erez wären. Zugleich schreibt er, – es geht uns gut, wir haben zu essen, Mutter ist hübsch wie immer und Henry, der sich zuhause ein wenig langweilt, macht sich auch gut – aber es wird alles immer mieser. Dem heutigen Leser teilt sich die Bedrückung aus diesen Zeilen sehr wohl mit.

Mit der Vertreibung der Auricher Juden im Frühjahr 1940 können Friedrich und seine Frau Rebekka ins Altenheim nach Emden umziehen und führen dort die Hauswirtschaft. Bald reißen die Brief-Nachrichten von dort an ihre Tochter Leni ab. Es ist anzunehmen ist, dass sich ihre Lebenslage rapide verschlechtert hat.

Am 23.10.1941 muss er mit seiner Frau und weiteren 121 Insassen des Heims den Weg zum Bahnhof-West in Emden antreten. Sie werden mit einem Zuliefertransport nach Berlin gebracht, der dort am 24. 10. Ankommt, und von dort gleich weiter nach Łódź  deportiert, wo sie am 25.10.1941 eintreffen. Auf der Transportliste ist Friedrich mit Beruf „Koch“ und „arbeitsfähig“ vermerkt und er führt den festgestellten Geldbetrag von 51,91 RM mit – dem man ihm sogleich bei Ankunft im Eintausch mit wertlosem Ghettogeld, abnimmt. Die Emder werden im sogen. Greisenheim in der ul. Gnieźnieńska 26 untergebracht. In Łódź verlieren sich die individuellen Spuren von Friedrich Hoffmann und seiner Frau.

Dieser Transport war einer der ersten zu einer Zeit, als das industrielle System des Massenmords noch nicht etabliert und dementsprechend behelfsmäßig war. Um im Ghetto Platz für zu schaffen, werden ab Januar 1942 Arbeitsunfähige in das 70 km entfernte Chełmno nad Nerem  gebracht. Friedrich Hoffmann und seine Frau sind am 4.05.1942 dabei. Die Opfer werden in bereitstehende Möbellastwagen getrieben. Die umgelenkten Auspuffgase des dann angelassenen Motors ersticken die Eingepferchten. Der Fahrer fährt das Fahrzeug anschließend zum Entladen an vorbereitete Gruben.

Recherche: Jörg Peter
Eingabe: Hans Jürgen Westermayer
(Stand 12.09.2015)

 

Gedenkwand bei den Massengräbern bei Chelmno nad Nerem (Kulmhof)

Freilegung von Gebäuderesten auf dem Museumsgelände des früheren Vernichtungslagers. Fotos Günther Lübbers

Die Stolpersteine für Familie Hoffmann an der Stelle, wo früher das Haus Wallstraße 19 stand, heute ist dort die Zufahrt zum Gebäude der Sparkasse Aurich-Norden.

Fotos: – Friedrich Hoffmann (Datum unbekannt)– Sammlung Zuntz
– Friedrich Hoffmann 1911  – Sammlung Zuntz
– Hochzeitsfoto Rebekka und Fritz Hoffmann – Sammlung Zuntz
– Hoffmanns Hotel Falk 1900 – Pauluhn, a.a.O.
– Die Nachkommen der Helene Hoffmann am Ort des früheren Hotels am 18. 7. 14 Günther Lübbers
– „Das Neue israelitische Krankenhaus in Leipzig“
– Krankenhaus Leipzig heute (Eitingonstraße 12)
– Speisesaal des Gemeindezentrums, später Gaststätte Hellmanns
Opfergruppe: Juden
Quellen: – ehem. Melderegister Stadt Aurich und Kennkartensammlung beim Nds. Staatsarchiv
– Korrespondenz und Sammlung Gabriel Zuntz – Sde Eliahu
– Ingeborg Pauluhn – Zur Geschichte der Juden auf Norderney, Hamburg 2003
– Projekt Emden-Łódź
Literatur:
Patenschaft: Johann Schmidt
Verlegetermin: 17. Juli  2014

Friedrich „Fritz“ Hoffmann (Sammlung Zuntz)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fritz und Rebecca Hoffmann (Sammlung Zuntz)

Hoffmanns Hotel Falk 1900 – Zur Geschichte der Juden auf Norderney, Hamburg 2003

Die Nachkommen der Helene Hoffmann am Ort des früheren Hotelsauf Norderney am 18.07.2014

Krankenhaus Leipzig heute
früher: „Das Neue israelitische Krankenhaus in Leipzig“

Speisesaal des Gemeindezentrums, später Gaststätte Hellmanns